Was uns verbindet – und was noch fehlt
Wilhering fordert sichere Radverbindung nach Linz
Im Rahmen der Architekturtage von 28. bis 30.Mai 2026 unter dem Motto „Was uns verbindet – Infrastrukturen des Alltags“ hat die Gemeinde Wilhering gemeinsam mit der Radlobby Linz mit der Aktion „Roter Teppich“ auf eine bestehende Lücke im Radwegenetz entlang der B129 aufmerksam gemacht.
Zwischen der Ortseinfahrt Wilhering und dem Burschenschafterturm in St. Margarethen (Linz) fehlt weiterhin eine sichere, durchgängige Verbindung für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen. Die Strecke stellt eine wichtige Verbindung sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für zahlreiche Donau-Radreisende in Richtung Linz dar.
Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, wurde symbolisch ein „Roter Teppich“ entlang der betroffenen Strecke ausgerollt. Ziel der Aktion war es, die Gefahrenlage sichtbar zu machen und den bereits vor rund zwölf Jahren projektierten, inzwischen jedoch nicht mehr weiterverfolgten Radweg erneut in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
An der Aktion nahmen unter anderem Bürgermeisterin Christina Mühlböck-Oppolzer, die Vizebürgermeister Gerald Plankenauer (SPÖ) und Markus Langthaler (ÖVP) sowie Gemeinderät:innen der Grünen, SPÖ und ÖVP teil. Auch Abt Reinhold Dessl vom Stift Wilhering beteiligte sich. Abt Dessl signalisierte erneut Bereitschaft, für einen möglichen Radweg benötigte Flächen zur Verfügung zu stellen. Zahlreiche Bürger:innen unterstützten die Aktion.
Die Radfahrbeauftragte der Gemeinde, Gemeinderätin Sabine Traxler (Grüne), betonte die Dringlichkeit des Projekts: Die rund fünf Kilometer lange Lücke stelle eine besonders gefährliche Situation dar. Nach dem neu errichteten Radweg beim Burschenschafterturm endet die Infrastruktur abrupt, sodass Radfahrende unmittelbar auf der stark befahrenen B129 ohne Schutzstreifen weiterfahren müssen. Aufgrund von Leitplanken auf der einen und steilem Gelände auf der anderen Seite bestehen keine sicheren Ausweich- oder Haltemöglichkeiten.
Als zentrales Hindernis für den Ausbau von Radwegen in Wilhering wird die Finanzierung genannt. Der kommunale Eigenanteil von 60 Prozent stelle viele Gemeinden vor große Herausforderungen. Unter diesen Rahmenbedingungen sei der Bau von Radinfrastruktur für viele Kommunen kaum mehr realisierbar.
Die Aktion soll den Lückenschluss erneut in den politischen Fokus rücken und den dringenden Bedarf für eine sichere Alltagsradverbindung zwischen Wilhering und Linz unterstreichen.