Triforêt: Neuer Eigentümer Falkensteiner-Grundproblem bleibt
Falkensteiner übernimmt den Betrieb des Triforêt Alpin Resorts in Hinterstoder. Für Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder bleibt damit die zentrale Frage offen: Warum bleiben knapp zwei Millionen Euro Landesförderung in einem Luxusprojekt, das den versprochenen Ganzjahresbetrieb erneut nicht gehalten hat?
Das Hotel war zuletzt wieder rund vier Monate geschlossen. Kaineder fordert daher die Rückzahlung der Landesförderung und volle Aufklärung über mögliche Eigennutzungsrechte der Investor:innen.
„Ein neuer Betreiber ändert nichts am Grundproblem: Dieses Luxusprojekt wurde mit Steuergeld gestützt, weil ein Ganzjahresbetrieb versprochen wurde. Wenn dann monatelang zugesperrt ist, muss das Land handeln und das Geld der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher zurückholen“, sagt Landesrat Stefan Kaineder.
Kaineder hatte das Projekt und die Förderung von Anfang an scharf kritisiert. Für ihn zeigt sich jetzt, dass die Zweifel berechtigt waren. „Oberösterreich braucht starken Tourismus in Hinterstoder, aber keine Berg-Spekulation mit öffentlichem Geld. Wer fast zwei Millionen Euro bekommt, muss klare Regeln einhalten. Sonst ist das Geld zurückzuzahlen“, so Kaineder.
Offen bleibt für Kaineder auch die Frage der Eigennutzung. Im Vorjahr wurde noch mit „Selbstnutzungsoptionen für Ihren Urlaub mit Rendite“ geworben. Später hieß es, Investor:innen hätten keine Nutzungsrechte und es gebe keine Ausnahmen. „Beides passt nicht zusammen. Tourismuslandesrat Achleitner muss offenlegen, was hier wirklich gilt: echtes Hotel oder Anlegerprodukt mit Urlaubsoption. Die Menschen in Oberösterreich haben ein Recht auf klare Antworten“, sagt Kaineder abschließend.