Tiertransporte am Linzer Airport: Aufklärung nötig
Schriftliche Anfrage der Grünen an LR Steinkellner – sind solche Transporte usus? Wer kontrolliert? – auch über den Wolken darf es kein Tierleid geben
„Wenn hunderte Rinder in einen Flieger nach Asien geschoben werden, wirft das nicht nur ein schiefes Licht auf den Linzer Airport. Es wirft vor allem auch etliche Fragen auf, die der zuständige LR Steinkellner von uns auf den Tisch bekommt. Der Linzer Flughafen mag neben Geldnot auch seine Erklärungen und Rechtfertigungen für diese Praxis haben. Wir wollen aber wissen, was die verantwortliche Politik dazu meint. Eine Landespolitik, die nun das alleinige Sagen am Linzer Flughafen hat. Der Auftrag an sie ist klar: Es darf kein Tierleid geben, auch nicht über den Wolken“, erwartet der Grüne Tierschutzsprecher LAbg. Rudi Hemetsberger klare Antworten auf seine heute eingebrachte schriftliche Anfrage.
Insgesamt rund 800 Rinder werden offenbar aus Ungarn auf den Linzer Airport gekarrt und von dort mit einer mexikanischen Airline nach Turkmenistan geflogen. „Vier Länder, tausende Straßen- und Flugkilometer, Drehscheibe Linz und vor allem hunderte eingepferchte Rinder. Mit unserer schriftlichen Anfrage wollen wir nicht nur diese seltsame, ja unsägliche Packung aufschnüren. Wir wollen hinter diesen Fall blicken und herausfinden, ob diese Flüge gar ein konstantes Geschäftsmodell am Airport sind“, betont Hemetsberger.
So wollen die Grünen ua wissen, wie viele lebende Tiere in den Jahren 2021 bis 2025 sowie 2026 über den Linzer Airport transportiert wurden, woher sie stammten, wohin sie transportiert wurden und für welchen Verwendungszweck. Weiters welche Behörden bei der Überprüfung beteiligt waren, wie diese Kontrollen ablaufen, wie viele es waren und wie viele Beanstandungen es gegeben hat. Natürlich wollen die Grünen von LR Steinkellner auch wissen, welche Infos er zum aktuellen Transport nach Turkmenistan und den entsprechenden Kontrollen hat.
Hemetsberger: „Man muss es noch mal festhalten. Das Land OÖ hält künftig 100 Prozent am Flughafen, ist Alleineigentümer und damit verantwortlich, welche Geschäfte der Flughafen macht. Ein landeseigener Flughafen darf keine Drehscheibe für sinnlose und grausame Tiertransporte sein. Ob die aktuellen Transporte einmalig sind oder gar Daily Business werden uns die Antworten zeigen. Klar ist, dass sie die letzten sein müssen“.