Sicher im Sattel
Fahrradmobilität für Kinder verbessern
Der Sommer-Fahrradkurs „Sicher im Sattel“ veranstaltet von unserer Gemeinde und begleitet von mir als Fahrradbeauftragter war ein schöner Beitrag für mehr Fahrradsicherheit im Alltag. Unter Anleitung von Easy Drivers Fahrradcoach verbesserten die Kinder spielerisch ihre Fahrtechnik und sammelten wichtige Erfahrungen für den sicheren Straßenverkehr.
Geübt wurden unter anderem einhändiges Fahren, Zielbremsungen, richtiges Abbiegen und das sichere Bremsen mit Vorder- und Hinterradbremse. Auch Geschicklichkeitsübungen wie das Spurtreueübungen oder ein Schneckenrennen oder das Balancieren über Bretter brachten die Kinder an ihre Grenzen und machen vor allem Spaß.
Es zeigte sich: Radfahren braucht Übung, Konzentration und Mut. Besonders schön war zu sehen, wie die Kinder mit jeder Übung sicherer wurden und mehr Vertrauen bis zum Ende des Kurses in ihre eigenen Fähigkeiten entwickelten.
Checkliste für Eltern und Kinder
- Fahrradhelm – sitzt und schützt er richtig?
Ein Helm sollte richtig sitzen und regelmäßig auf Beschädigungen überprüft werden. Ein Tipp vom Fahrradprofi: Nach etwa fünf Jahren sollte ein Helm ausgetauscht werden, da Materialalterung und mögliche Mikrorisse von außen nicht immer erkennbar sind und die Schutzwirkung beeinträchtigen können. - Fahrrad-Check – ist alles sicher und funktionstüchtig?
Laut österreichischer Fahrradverordnung muss ein Fahrrad im Straßenverkehr unter anderem mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen, einer Klingel sowie den vorgeschriebenen Reflektoren ausgestattet sein. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht ist außerdem eine funktionierende Beleuchtung notwendig. - Gemeinsam üben – Sicherheit kommt durch Erfahrung.
Kinder müssen Radfahren nicht nur technisch beherrschen. Sie müssen auch Verkehrssituationen immer wieder üben und Erfahrungen sammeln. - Sichtbar sein – gesehen werden im Straßenverkehr.
Helle, auffällige oder reflektierende Kleidung kann dabei helfen. Wichtig ist auch, darauf zu achten, dass Reflektoren und Fahrradlicht sauber und funktionstüchtig sind. - Gefahren erkennen – gemeinsam aufmerksam unterwegs sein.
Statt Kindern nur zu sagen „Pass auf!“, können wir Eltern sie selbst Gefahren erkennen und benennen lassen: „Was siehst du?“ „Wo könnte hier eine Gefahr sein?“ „Was könnte das Auto dort machen?“ „Wo würdest du anhalten?“ „Hast du Blickkontakt mit dem Autofahrer?“ - Mut machen – Selbstvertrauen statt Angst.
Selbstvertrauen entsteht durch Übung. Wenn etwas noch nicht funktioniert, sollte es nicht heißen: „Ich kann das nicht“, sondern: „Ich kann es noch nicht – aber ich kann es üben!“ - Wir Eltern als Vorbild – Kinder lernen durch Nachmachen.