Schulsuspendierungen steigen - Maßnahmenpaket gefordert
Neue Zahlen zu Suspendierungen an OÖ. Schulen zeigen, wie derart überfällig ein Maßnahmenpaket ist
584 suspendierte Schüler:innen im letzten Jahr und damit bundesweit auf Platz 3. Die Schulsuspendierungen bleiben auf extrem hohem Niveau und schreien geradezu nach Maßnahmen. Sie sind überfällig und von den Grünen seit langem eingefordert worden. Im Herbst sollen sie laut Bildungsministerium endlich kommen.
„Wir werden uns genau anschauen, was hier das Bildungsministerium auf den Weg bringt. Ob es die nötigen und richtigen Maßnahmen sind. Ob sie umfassend genug und tatsächlich geeignet sind, den betroffenen Schüler:innen den Weg zurück in den Schulalltag zu ebnen. Wir haben ein Wiedereingliederungsmodell für suspendierte Schüler:innen gefordert sowie den Ausbau multiprofessioneller Unterstützungsteams an Schulen. Daran werden die Maßnahmen aus Wien zu messen sein“, reagiert der Grüne Bildungssprecher LAbg. Reinhard Ammer auf die jüngsten Zahlen zu den Suspendierungen an Österreichs bzw. Oberösterreichs Schulen.
Dass die Zahlen derart sprunghaft angestiegen sind, ist nicht nur für die Schulen eine Herausforderung „Eine Verdreifachung der suspendierten Schüler:innen in den letzten Jahren ist für unsere gesamte Gesellschaft ein Alarmzeichen und für die betroffenen Schüler:innen ein schwerer Rucksack, den wir ihnen wieder abnehmen müssen. Eine Suspendierung darf kein pädagogisches Abstellgleis sein. Kinder brauchen Perspektiven, Unterstützung und professionelle Begleitung, nicht Strafen und Leerlauf“, betont Ammer, der es aber nicht nur bei der Wiedereingliederung belassen will.
Wiedereingliederung ist die eine Aufgabe, Prävention selbstverständlich die andere. Daher muss es dringend mehr Ressourcen für Schulsozialarbeit und Schulpsychologie geben, um Gewalt und Eskalationen frühzeitig zu verhindern. „Schulen brauchen Unterstützung, um Konflikte rechtzeitig abzufangen. Lehrkräfte dürfen mit diesen Herausforderungen nicht allein gelassen werden“, meint Ammer.