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22.05.2026 Allgemein

Sanierungen sind große Chance für Wirtschaft

Altes Haus

Hauptsache LR Haimbuchner hat wieder einen Aufhänger, um gegen die EU zu schimpfen

„Wie man Sanierungen als Schlag gegen die Wirtschaft bezeichnen kann, ist schleierhaft. Ganz im Gegenteil: Sie sind eine Riesenchance gerade für die regionale Wirtschaft. Sie bedeuten Aufträge und gesicherte Arbeitsplätze. Ganz zu schweigen vom Benefit für’s Geldbörserl der Oberösterreicher:innen und den Umweltschutz. Jeder investierte Euro in Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel rechnet sich 4- bis 10-fach! Genau darum geht’s, wenn EU-Politiker:innen Verantwortung übernehmen. Aber das steht auf der Aufmerksamkeitsskala von LR Haimbuchner ganz weit unten. Hauptsache LR Haimbuchner hat wieder einen Aufhänger, um gegen die EU zu schimpfen. Denn für ihn ist die Sanierung wohl ein „muss-halt-auch-sein-Faktor“. Einmal ist dieses zu teuer, mal jenes zu kompliziert. Auch wir Grünen sind für eine pragmatische Umsetzung. Wofür ich aber kein bisschen Verständnis habe ist, dass in OÖ erst am letzten Drücker etwas passiert und die Schuld für diese Versäumnisse anschließend bei anderen gesucht wird. Dass es uns allen am teuersten kommt, nichts zu sanieren, scheint der Landesrat gekonnt zu ignorieren“, reagiert die Grüne Wohnbausprecherin LAbg. Ines Vukajlović auf die EU -Schelte des Wohnbaulandesrats.

Um den Schein zu wahren, tritt man wie kürzlich auch mal als Sanierungsstaatsmeister auf und ist stolz auf die eigene Bilanz, die aber tatsächlich alles andere als rosig ist. Denn 2024 ist die Sanierungsrate vor allem durch Austausch fossiler Heizsysteme gestiegen, veranlasst durch die Grünen in der Regierung. „Bei der baulichen Sanierung hat Oberösterreich allerdings noch viel Luft nach oben. Denn der zuständige Landesrat baut am liebsten neu und steckt in den Neubau auch dreimal so viel Geld rein wie in Sanierungen. Dabei ist glasklar: der Schlüssel für leistbares Wohnen, sichere Arbeitsplätze, für Gesundheits- und Umweltschutz liegt genau darin: thermische Dämmung, dichte Fenster, neues Dach, PV-Anlagen uvm. Dafür braucht es endlich mehr Geld und politisches Commitment. Wer heute bremst, macht damit morgen alles teurer. Konkret um bis zu 7 Milliarden € im Jahr – das werden wir nicht zulassen“, betont Vukajlović.