RH-Bericht zur WKOÖ: Noch keine Sparsamkeit bei Führung
Grüne gehen davon aus, dass die WKOÖ den Bericht nicht nur durchschmökert und kommentiert, sondern auch die nötigen Konsequenzen daraus zieht
„Das Schlaraffenland namens Wirtschaftskammer zu verkleinern, wird noch dauern. Das gilt auch für die WKOÖ. Da mag man dort noch so Besserung geloben und auf Reformen verweisen, die aber teils offenkundig eher gegenteilig ausschlagen. Denn die Kritik-Liste des Rechnungshofs ist lang. Vor allem hat die angebliche neue Sparsamkeit die Führungsetagen der WKOÖ noch nicht erreicht. Da lesen wir von Summen und Unterschieden, die die einfachen Kammerfunktionär:innen erblassen lassen. Wir gehen davon aus, dass die WKOÖ den Bericht nicht nur durchschmökert und kommentiert, sondern auch die nötigen Konsequenzen daraus zieht“, reagiert der Grüne Klubobmann LAbg. Severin Mayr auf die den Bericht des Rechnungshofs zur WK.
Laut RH habe sich das System der Funktionsentschädigungen völlig von der tatsächlichen Entwicklung eines als Maßstab dienenden Abgeordnetenbezugs entkoppelt. „Mit anderen Worten heißt das Realitätsverlust und wir sprechen nicht über die alten Zeiten, sondern vom neuen System. Wir sprechen von einem 50-Prozent Zuschlag für Funktionen mit „besonderer Belastung“, ohne dass dieser formell begründet ist. Von echter Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Sparsamkeit ist auch die WKOÖ noch ein erhebliches Stück entfernt“, betont Mayr.
Mayr: „Die WKO ist ein schwerer behäbiger Dampfer, dem der Kurswechsel extrem schwerfällt. Bisher wurden nur einige Reparaturen und Änderungen vorgenommen, die aber selbst auf der Brücke noch nicht angekommen sind. Der Umbau zum wendigen Schnellboot wird noch eine Mammutaufgabe, so man diesen überhaupt will“.