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26.07.2026 Presse

Flugrettung sichern, Natur schützen!

PRESSEAUSSENDUNG der Gemeinderatsfraktionen von SPÖ, Grüne und FPÖ Scharnsteins.

 

Flugrettung sichern, Natur schützen: Mehr als 1.200 Stimmen gegen den Heliport „In der Wies“ – Ja zum Rettungshubschrauber am bestehenden Flugfeld!

 

SPÖ, Grüne und FPÖ in Scharnstein beziehen klar Stellung: Die Flugrettung soll dauerhaft am bestehenden Flugfeld gesichert werden – ohne kommerzielle Erweiterung zum „Heliport Almau“ in der Wies.

 

„Wir wollen eine verlässliche, gemeinwohlorientierte Flugrettung am bestehenden Flugfeld – und keinen kommerziellen Hubschrauberbetrieb in der Wies. Rettung ist Daseinsvorsorge, kein Geschäftsmodell.“

 

Sachverhalt:
Die Befürworter des „Heliports Almau“ in der Wies, einer Waldlichtung auf dem Bäckerberg, behaupten, damit das Flugrettungssystem in Oberösterreich sicherzustellen. Die Behauptung, nur dieses Projekt sichere die Flugrettung, teilen wir nicht. Die Stellvertreterin des Landeshauptmannes, ÖVP-Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander, bestätigte erst kürzlich gegenüber dem ORF, dass „die Versorgung der Bevölkerung mit Rettungshubschrauberflügen gewährleistet ist“ – auch ohne private Anbieter.
Seit fast zehn Jahren hat der private Rettungshubschrauber „Martin 3“, betrieben von der Heli Austria GmbH in St. Johann im Pongau, seinen Stützpunkt auf dem Scharnsteiner Flugplatz und kann von dort starten. Damit leistet er selbstverständlich einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur Flugrettung.
Sollten allerdings zusätzliche Nutzungen wie Rundflüge, Schulungen oder Versorgungsflüge beabsichtigt sein, muss dies offen dargelegt werden. Es besteht die große Sorge, dass über den Rettungsbetrieb hinaus weitere Flugnutzungen möglich werden könnten. Warum auf einer Waldlichtung mit schlechter Straßenanbindung auf dem Bäckerberg? Es braucht volle Transparenz darüber, welche wirtschaftlichen Interessen mit dem Projekt verbunden sind.

 

Breiter Bürgerwille: 1200 klare Stimmen

  • Anders als von Heli Austria öffentlich dargestellt, besteht ein „breiter Rückhalt der Bevölkerung“ für einen geplanten Heliport in der Wies aus unserer Sicht nicht. Rund 1.200 Bürgerinnen und Bürger haben sich gegen den Heliport und für eine gemeinnützig ausgerichtete Lösung am bestehenden Flugfeld ausgesprochen.
  • Der Gemeinderat hat das Projekt in der Wies mehrheitlich abgelehnt; die ÖVP-Fraktion hat sich der Stimme enthalten.

 

Transparenz bei wirtschaftlichen Interessen
Wo politische Verantwortung, Grundeigentum und wirtschaftliche Interessen zusammentreffen könnten, braucht es besondere Transparenz. Die Gemeindebürgerinnen und -bürger haben ein Recht zu erfahren:

  • welche Pacht- bzw. Nutzungsvereinbarungen für die Projektflächen vorgesehen sind,
  • welche Unternehmen konkret eingebunden sind,
  • und wie Interessenkonflikte ausgeschlossen werden.

 

Keine Naturzerstörung für kommerzielle Interessen
Natur- und Flächenverbrauch: Der Heliport würde wertvolle Grünlandflächen versiegeln und den Artenschutz gefährden – mitten in sensibler Natur.

  • Es besteht die Sorge, dass der Standort über den Rettungsbetrieb hinaus für weitere Flugbewegungen genutzt, und dadurch mehr Lärmbelastung entstehen könnte.

 

Unsere gemeinsame Linie

  • Flugrettung am bestehenden Flugfeld: ja.
  • Gemeinnütziger Flugrettungspartner: ja.
  • Zerstörung und Versiegelung der Wies: nein.
  • Kommerzielle Flugdienste und zusätzliche Lärmbelastung im Almtal: nein.

 

„Flugrettung braucht keinen Heliport in der Wies. Sicherheit für unsere Bevölkerung UND Naturschutz MÜSSEN GEMEINSAM möglich sein!“

Verena Silmbroth
Verena Silmbroth
  • Gemeinderätin
  • Mitglied im Gemeindevorstand
  • Fraktionsvorsitz
[email protected]
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