Post Covid: Betroffene brauchen bessere Unterstützung
Grüne fordern Ausbau der Versorgungsstrukturen und Bundesländer-übergreifende Gesamtstrategie
„Die Corona-Pandemie ist längst vorbei, die Folgen bei weitem nicht. Viele leiden unter Long bzw. Post-Covid oder ME/CFS, quälen sich durch den Tag und durch unterschiedlichste Symptome. Dies einmal mehr nachdrücklich aufzuzeigen, ist Ziel des kommenden Covid Awareness-Days. Nur aufzeigen reicht aber nicht. Die Betroffenen brauchen noch viel gezieltere und umfassendere Unterstützung. Erstens müssen die Versorgungsstrukturen zügig ausgebaut werden. Zweitens muss mit dem Bund und den anderen Bundesländern eine Gesamtstrategie erarbeitet werden um eine adäquate Versorgung der Patient:innen sicherzustellen. Ein entsprechender Antrag der Grünen ist eingebracht“, fordert die Grüne Gesundheitssprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter anlässlich des Covid Awareness-Days am kommenden Sonntag sowohl mehr Bewusstsein als auch Handeln bei dieser Problematik.
Die aktuelle Situation ist absolut unbefriedigend, wie auch der Rechnungshof festgestellt hat. Die Datenlage ist lückenhaft, einheitliche Definitionen fehlen und die Versorgungsstrukturen sind unkoordiniert. Dies erschwerte Planung und Bereitstellung bedarfsgerechter Hilfe. „Für die Betroffenen wird die Suche nach Hilfe zu einem Spießrutenlauf. Sie irren in einem zersplitterten System von A und B, werden von C nach D weitergereicht. Es ist ganz klar, dass das dem Gesundheitszustand der ohnehin so mitgenommen Patient:innen definitiv nicht guttut“, betont Huber-Reiter.
Eine Verbesserung der Versorgungssituation ist eigentlich zwischen Bund und Ländern vereinbart, nur hapert es massiv an der Umsetzung. „Es muss länderübergreifende Kompetenzzentren geben, klare Prozesse, One-Stop-Strukturen, Hausbesuche sowie telemedizinische Nachbetreuung. Die Wege müssen kurz, die Termine abgestimmt und die Strukturen einfach sein, um die Betroffenen nicht noch zusätzlich zu belasten. Diese warten schon viel zu lange auf effektivere und besser koordinierte Hilfe“, betont Huber-Reiter.