Planungsstopp für Regiotram-Variante Stich Dr.-Renner-Straße
In Gallneukirchen wurde die Planung der Regiotram-Variante durch die Dr.-Renner-Straße beendet. Nachdem die von den Grünen lang gewünschte „Ringvariante“ als nicht durchführbar verworfen wurde, folgte eine detaillierte Prüfung der Variante „Stich Renner-Straße“. Die Ergebnisse der Schiene OÖ GmbH zeigten jedoch massive Hürden auf.
Fakten statt Bauchgefühl
Die Analyse ergab, dass die Variante weitreichende bauliche Eingriffe erfordert hätte. Besonders kritisch: Mehrere Einfamilienhäuser sowie Teile im Bereich des evangelischen Friedhofs hätten abgerissen werden müssen. Zudem stünden hohe Zusatzkosten für die technische Infrastruktur und rechtliche Risiken in keinem Verhältnis zum geringfügig höheren Fahrgastaufkommen.
Grüne Position: Realismus und Transparenz
Aufgrund dieser Fakten bewerteten wir eine Genehmigung durch das Land OÖ als unwahrscheinlich. Daher stimmten die Grünen dem Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat zu, die Planungen für diese Stichvariante zu stoppen. Für uns war die Prüfung dennoch wertvoll: Sie beweist, dass weitreichende Infrastrukturprojekte auf einer fundierten Datenbasis und nicht auf bloßen Vermutungen basieren müssen.
Forderung nach besserer Kommunikation
Die emotionalen Debatten der letzten Wochen zeigen deutlich, dass eine transparente Kommunikation mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern essenziell ist. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass Anrainer frühzeitig und ehrlich informiert werden, um Verunsicherung und Populismus vorzubeugen. Eine moderne Verkehrsplanung für Gallneukirchen bleibt wichtig – auf einer Basis aus Fakten und Respekt gegenüber der Bevölkerung.