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22.09.2026 Allgemein

Brandaktuelle Umfrage: Oberösterreich will Windkraft

Die Fakten: Blockade, ungenütztes Potenzial, ohne Windkraft geht es nicht

Die Windkraft-Situation in OÖ ist allseits bekannt. Die schwarz-blaue Landeskoalition blockiert die Windkraft nach allen Regeln der Kunst. Jedes Windrad muss ihr abgetrotzt werden. Die höchst umstrittene Ausschlusszonenverordnung sorgt dafür, dass selbst in windreichen Gebieten keine Windkraftanlagen möglich sind. Oberösterreich ist damit weitgehend Windkraft-Sperrgebiet.
Das Windkraft-Potential in Oberösterreich ist enorm, wird aber nicht annährend genutzt. Österreich verfügt über 1.447 Windkraftanlagen. 31 Anlagen sind es in Oberösterreich mit einem schmachvollen Ausbau. 2014 waren es 5 neue Windräder, 2016 zwei und 2022 ein einziges. Seit LR Achleitner im Jahr 2018 das Energieressort übernommen hat, ist ein einziges Windrad in OÖ eröffnet worden.
Windkraft ist für Energiewende und fossile Unabhängigkeit unverzichtbar. Vor allem auch für das Industriebundesland OÖ. Der Bedarf nach günstiger, stabiler und sauberer Energie steigt eklatant. Der Lichtbogen-Hochofen der Voest für sauberen Stahl und das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf sind dafür beispielhaft. Wasserkraft ist weitgehend ausgeschöpft und leidet unter der Klimakrise. Photovoltaik funktioniert dank der privaten Haushalte durch die Solaroffensive der damaligen Grünen Regierungsbeteiligung. Die Nacht liefert keinen Sonnenstrom, der Winter wenig. Herbst und Winter ist die Zeit der Windkraft.

Die Umfrage: überwältigendes Votum für die Windkraft, in allen Regionen, in allen Parteien

Wie steht die Bevölkerung zur Windkraft? Die Grünen sind dieser Frage mit einer brandaktuellen Umfrage durch die Spectra-Marktforschung nachgegangen. Befragt wurden dafür 1.000 Personen im Zeitraum August 2026 (bevölkerungsrepräsentative Umfrage für Oberösterreich, wahlberechtigte Oberösterreicher:innen 16+). Zwei Fragen standen im Zentrum:

1. Windkraft ist ein wichtiger Bestandteil des Energiemixes

Die erste Frage hat die Akzeptanz der Windkraft in der Bevölkerung im Blick. Und dabei zeigt sich eindrucksvoll, dass die Oberösterreicher:innen die Windkraft für einen wichtigen Bestandteil des Energiemixes sehen. Vier von fünf Oberösterreicher:innen stimmen dieser Aussage zu, konkret sind es 81 Prozent der Befragten.

Erstaunliches zeigt ein Blick auf die Partei-Präferenz, auch abseits der enormen Zustimmung Grüner Wähler:innen. So sehen nicht nur 92 Prozent der SPÖ-Wähler:innen Windkraft als wichtig an, sondern auch 89 Prozent der ÖVP- und bemerkenswerte 64 Prozent der FPÖ-Wähler:innen. Knapp zwei Drittel derer, die bei der kommenden Wahl die FPÖ wählen wollen, sehen Windkraft als wichtigen Bestandteil des Energiemixes und sind damit deutlich weiter als die FPÖ unter Manfred Haimbuchner, der in der Windkraft nur den Zuckerguss im Energiemix sieht.

Ebenfalls eindrucksvoll ist die Zustimmung in den verschiedenen Regionen des Landes. 88 Prozent sind es in in Linz und Umgebung, 83 Prozent im Mühlviertel, 80 Prozent im Traunviertel, sowie 77 Prozent im Hausruck- und Innviertel. Das ist insofern bemerkenswert, da Schwarz-Blau vor allem in Mühlviertel, im Innviertel und im Hausruckviertel wesentliche Wind-Projekte verhindern möchte. Offenbar entgegen der deutlichen Mehrheit der Bevölkerung.

2. Der Ausbau der Windkraft in Oberösterreich soll deutlich beschleunigt werden

Auch zur Frage, ob der Ausbau der Windkraft in Oberösterreich deutlich beschleunigt werden soll, hat Oberösterreich eine glasklare Meinung. 78 Prozent der Befragten wollen einen rascheren Ausbau der Windkraft im Land. Ein Befund, der von der schwarz-blauen Mehrheit offenbar nicht geteilt wird. Immerhin wurde im gesamten Landesgebiet unter ÖVP-FPÖ-Koalition seit 2016 nur ein einziges Windrad neu errichtet.

Eine Zustimmung die auch bei den Wähler:innen jeder Partei zu verorten ist. 87 Prozent der SPÖ-Wähler:innen, 84 Prozent der ÖVP- und sogar 59 Prozent der FPÖ-Wähler:innen stimmen der Aussage zu. Die Wähler:innen der aktuellen Koalitionsparteien sehen sich da im frappierenden Widerspruch zur Politik von ÖVP und FPÖ. Ein Faktum, das ÖVP und FPÖ nicht einfach ignorieren können.

Und auch nach Regionen ist das Meinungsbild eindrucksvoll eindeutig. 85 Prozent sind es in Linz und Umgebung, 77 Prozent in Mühl- und Traunviertel sowie 75 Prozent im Hausruck- und 72 Prozent im Innviertel.

Das Fazit: Windkraft ja bitte – und viel mehr davon
Windkraft hat in Oberösterreich breite, ja man kann sagen sensationelle Zustimmung. Anders ist das Votum nicht zu deuten. Es ist ein Meinungsbild, das jeden unsachlichen Widerstand unverständlich und unverantwortlich macht und jede mutwillige Blockade unerklärlich. Mehr noch: Diese klare Unterstützung der Windkraft in allen Regionen ist eine klare Absage an die Verhinderungs-Politik der schwarz-blauen Landeskoalition. Sie agiert mit ihrer Windkraftblockade epochal am Willen der Bevölkerung vorbei. Auch am Willen der eigenen Wähler:innenschaft.

Die Forderungen: Weg mit den Ausschlusszonen, her mit neuen Windrädern
Die nötigen Konsequenzen aus den Umfrageergebnissen könnten deutlicher nicht sein. Erstens sind die Windkraft-Ausschlusszonen zu streichen, an denen ÖVP und FPÖ seit dem Jahr 2024 werken. Sie sind ideologisch-motivierte Werkzeuge, um Oberösterreich den Weg in die Energiezukunft zu verbauen. Zweitens sind Beschleunigungsgebiete rechtssicher umsetzen und für Projekte außerhalb davon faire Einzelfallprüfungen durchzuführen. Drittens ist eine Windkraft-Offensive zu starten, um im Land 200 neue Windräder bis 2035 umzusetzen, denn nur so kann Energie langfristig leistbar bleiben.

Der Grüne Landessprecher LR Stefan Kaineder:
„Deutlicher kann die Antwort der Oberösterreicher:innen auf die schwarz-blaue Windkraft-Blockade nicht sein. Wir sind davon ausgegangen, dass die Leute mehrheitlich hinter der Windenergie stehen, aber das Ausmaß ist sensationell, freut uns und gibt uns enormen Rückenwind. Die Menschen sind damit erheblich weiter als die verantwortliche Politik, die sich seit Jahren mit teils abstrusen Argumenten gegen jedes Windrad sträubt. Sie sind viel weiter als eine FPÖ, die das Land mit Russen-Gas in der teuren und fossilen Falle halten will. Dass sogar deren Wähler:innen einen Windkraft-Ausbau haben wollen, ist der Oberhammer. Wir lassen LR Haimbuchner die Umfragezahlen gerne als Wandschmuck fürs Büro zukommen. Für die ÖVP sollten diese Daten einmal mehr ein Weckruf sein, sich aus der blauen Verhinderungsklammer zu lösen. Oberösterreich will und braucht Windkraft. Die Haushalte warten darauf und vor allem auch die Industrie. Weg mit den Hürden, weg mit der Blockade“.

Der Grüne Klubobmann LAbg. Severin Mayr:
„Oberösterreich will Windkraft und bekommt von Schwarz-Blau Blockade. Hier prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite die Bevölkerung, die längst erkannt hat, wohin die Energiereise gehen muss und die einen raschen Ausbau der Windkraft will. Auf der anderen Seite eine verbohrte FPÖ, für die jedes Windrad Teufelszeug ist und eine ÖVP, die sich der blauen Windkraft-Phobie ausgeliefert hat. Im Paarlauf haben sie in den letzten Jahren alles blockiert, was wir Grüne im Landtag zur Windkraft eingefordert und eingemahnt haben. Nun blicken sie auf die Realität. Und die zeigt ihnen, dass sie am Willen der Bevölkerung Lichtjahre vorbeiregieren. Dass quer durchs Land Windkraft mit überwältigender Mehrheit gewollt und der Ausbau gefordert wird. Diese sture Verhinderung muss jetzt enden. Auch dieses Herumeiern und gekünstelte Lamentieren, warum da und dort kein Windrad möglich sei. Das Windkraft-Potential in Oberösterreich ist riesig und riesig ist auch die Zustimmung der Menschen.“

Stefan Kaineder
Stefan Kaineder

Klimalandesrat und Landessprecher

[email protected]
Severin Mayr
Severin Mayr

Klubobmann und Stellvertretender Landessprecher

[email protected]
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