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07.05.2026 Allgemein

Amazon-Standorte in OÖ: 32 Fragen an LR Achleitner

Severin Mayr im Gespräch

Es geht um Arbeitsplatzangaben, Bodenverbrauch, Verkehr, Alternativflächen, regionale Wertschöpfung und mögliche öffentliche Folgekosten - Bezos kassiert, der Ort verliert - das darf nicht sein.

Chancen oder doch mehr Risiken? Wenn Konzerne wie Amazon in Oberösterreich Standorte planen, gibt’s Kontroversen und vor allem sehr viele offene Fragen. Exakt 32 stellen die Grünen dem dafür in Oberösterreich politisch Verantwortlichen LR Achleitner in einer schriftlichen Anfrage. Es geht um die Standorte Enns/Ennshafen, Reichersberg und Schalchen, um Arbeitsplatzangaben, Bodenverbrauch, Verkehr, Alternativflächen, regionale Wertschöpfung und mögliche öffentliche Folgekosten.

„Amazon kommt nicht wegen der schönen Landschaft, dem guten Essen oder aus Nächstenliebe nach Oberösterreich. Der Megaplayer kommt, weil er hier gute Rahmenbedingungen sieht. Amazon macht beinhartes Business. Daher müssen wir sichergehen, dass nicht wenige profitieren, während die Bevölkerung mit mehr Verkehr, Bodenversiegelung, und weniger Lebensqualität bezahlt. Bezos kassiert, der Ort verliert – das kann und darf nicht sein“, betont der Grüne Klubobmann LAbg. Severin Mayr.

Dass solche Mega-Ansiedelungen Folgen haben ist klar. Einerseits werden Jobs angekündigt und regionale Wertschöpfung erwartet. Andererseits drohen enormer Boden- und Energieverbrauch und Verkehrsbelastung. “Es geht um Transparenz. Es müssen die Details dieser Ansiedlungen dargestellt werden. Die Öffentlichkeit muss wissen, was mit diesen Projekten auf sie zukommt was sie an Chancen aber auch Risiken zu erwarten haben. Genau das fordern wir von LR Achleitner“, betont Mayr, für den zwei Fragen hervorstechen.

„Wie viele Arbeitsplätze werden erstens wirklich geschaffen. Seit dem gebrochenen 600-Jobs-Versprechen von Ohlsdorf darf man bei solchen Ansagen durchaus sensibel bis skeptisch reagieren. Und wieviel Boden werden diese Projekte kosten und um welche Flächen geht’s. Der Bodenverbrauch in OÖ ist ohnehin enorm. Ein hemmungsloses Zubetonieren Grüner Wiesen und wertvoller Böden darf es nicht geben“, meint Mayr.

Severin Mayr
Severin Mayr

Klubobmann und Stellvertretender Landessprecher

[email protected]
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