Skip to main content
    Barrierefreiheit
10.07.2025 Allgemein

Energiezukunft Mollner Gas? Angeregte Wirtshausdiskussion

Der Grüne Landessprecher wollte wissen, was die Leute über die vergangenen und zukünftig geplanten Gasbohrungen in Molln denken und wie ihre Vorstellungen von Oberösterreichs Energiezukunft aussehen. Die Menschen in Molln haben mit Stefan Kaineder über Gasbohrungen geredet und dabei die brennenden Themen aufgezeigt.

„Oberösterreichs Industrie und auch die Wirtschaftskammer fordern lautstark niedrigere Energiepreise und vor allem den Grünstrom-Ausbau. Die politische Agenda von schwarz-blau sieht das aber anders und unterstützt lieber Gasbohrungen am Rande des Nationalparks statt Windparks im unbesiedelten Gebiet. Ist das so g’scheid?“, so eröffnete LR Stefan Kaineder den Wirtshausabend vergangenen Mittwoch im Landgasthof Klausner in Molln. Der Abend stand unter dem Titel „Molln, red‘ ma über Gasbohrungen“. Dieser Einladung sind die Menschen in der Nationalparkgemeinde gefolgt und haben sich mit Stefan Kaineder an den Wirtshaustisch gesetzt. Thematisch erstreckte sich der Wirtshausabend dabei vom generellen Energiebedarf beziehungsweise der Energieversorgung Oberösterreichs, über die Abwägung zwischen heimischer Gasförderung und Gas-Importen aus dem Ausland bis hin zur großen Frage nach den Auswirkungen für Natur und Umwelt, die eine Suche und eine mögliche Förderung von Gas in Molln nach sich ziehen.

„Dass in dieser kontroversen Angelegenheit nicht alle einer Meinung sind und die Diskussion emotional und leidenschaftlich geführt wird, liegt in der Natur der Sache. Immerhin geht es den Mollnerinnen und Mollnern um ihre Heimat und die Natur, die durch die Suche nach fossilen Energieformen zerstört wird“, freute sich Kaineder über den regen Austausch, der stets auf Augenhöhe geführt wurde. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die Frage, ob sich in Molln tatsächlich Erdgas unter der Erdoberfläche befindet. Unterschiedlichen Prognosen zufolge scheint das nämlich gar nicht sicher zu sein. „Man sieht hier in Molln die drastischen Auswirkungen einer ideologiegetriebenen Energiepolitik, die ÖVP und FPÖ in Oberösterreich betreiben. Windräder werden verboten, weil sie angeblich im dichten Fichtenwald des Mühlviertels das Landschaftsbild verändern und fantasievoll herbeigeredete Tierarten stören. Gleichzeitig befürwortet Schwarz-Blau das Aufstellen von Bohrtürmen in einer der sensibelsten und schönsten Regionen unseres Landes, direkt an der Grenze zum Nationalpark Kalkalpen – ohne große Erfolgsaussichten und ohne Rücksicht auf Natur, Umwelt und Menschen“, so Kaineder.

Stefan Kaineder
Stefan Kaineder

Klimalandesrat und Landessprecher

[email protected]
Beitrag teilen