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    Barrierefreiheit
23.07.2025 Allgemein

Mehr Jugendschutz erfordert Onlinetestkäufe für Vapes und Co

Füße mehrerer Jugendlicher

Aktuell ist der Internet-Pfad zu E-Zigaretten und Nikotinbeuteln für die Jugendlichen offen wie ein Scheunentor – eigener Testkauf bestätigt das

Testkäufe sind unerlässlich für den Jugendschutz. Sie sind der Reality-Check für die gesetzlichen Bestimmungen. Sie müssen aber mit der Zeit gehen, neue Trends, Produkte und auch Vertriebswege miteinbeziehen. Dass Jugendliche immer weniger zur klassischen Zigarette und immer mehr zu Nikotinersatzprodukten greifen, ist längst bekannt. Auch woher sie diese beziehen.
„Wenn LR Winkler daher mehr Sicherheit für die Jugendlichen will, dann muss es künftig auch Online-Testkäufe bei E-Zigaretten und Nikotinbeuteln geben. Es ist bitternötig dort genau hinzuschauen. Denn aktuell scheint der Online-Weg zu Vapes und Co. für die Jugendlichen offen wie ein Scheunentor. Diese Nikotinprodukte werden immer beliebter, die Konsument:innen immer jünger und genau diese Zielgruppe bestellt im Internet. Also bitte handeln, und zwar rasch und konsequent“, fordert die Grüne Jugendsprecherin LAbg. Anne-Sophie Bauer eine Anpassung bzw. Ausweitung bei den Testkäufen.

Wie hürdenlos eine solche Bestellung abläuft, hat Bauer selbst in einem Testkauf bei einem der vielen Online-Vape-Shops erlebt. „Es wurde kein Altersnachweis verlangt und auch sonstige Barrieren hat es nicht gegeben. Wer E-Zigaretten online kaufen will, bekommt sie. Diesen Wildwest-Zustand haben wir einzudämmen. Dass Jugendliche Nikotin im Internet hürdenlos bestellen können wie Nagellack oder Shorts, kann wohl nicht sein. Dort müssen Testkäufe ansetzen und zu Konsequenzen führen“, fordert Bauer.

Zu Konsequenzen muss dieser Nikotin-Trend für Bauer auch auf gesetzlicher Ebenen führen. „Es ist neben den Testkäufen auch das Jugendschutzgesetz anzupassen. Vapes und Nikotinbeuteln sind mit klassischen Tabakprodukten gleichzustellen, auch bei Vermarktung und Bewerbung. Es kann doch nicht sein, dass die Zigaretten-Werbung verboten ist, aber bei Festivals und auf Socialmedia-Plattformen wird kräftig und stylisch für die bunten Vapes geworben. Nikotin bleibt Nikotin, Sucht bleibt Sucht und beides gesundheitsschädlich“, betont Bauer.