Mauthausen Ost neu planen
Verkehrsstau in den Morgen- und Abendstunden an der B3 in Mauthausen. Lange Wartezeiten für Linksabbieger bei den Autohäusern und anderen Betrieben im Gewerbegebiet. Malykreuzung, Bahnunterführung, Bahnhofs Zu-und Abfahrt: Verkehrsstau.
Die B123 belastet aufgrund des hohen LKW-Verkehrsanteils den Siedlungsbereich Heinrichsbrunn.
Die ursprüngliche Trassenverordung für die neue Donaubrücke legte auf Mauthausener Seite den Standort der Brücke zwischen Eurospar und Gurhof fest und die Einbindung des Verkehrs in die B3.
Mit dieser verordneten Trasse war keine Lösung der Verkehrsprobleme in Mauthausen erkennbar.
Diesbezüglich waren sich alle Fraktionen im Gemeinderat einig und sie beschlossen einstimmig eine entsprechende Stellungnahme an das Land OÖ.
Nun gibt es beim Land OÖ einen Planungsauftrag für ein entsprechendes Straßensystem in Mauthausen Ost.
Wesentliche Ziele dabei sind: Verlegung der B123 aus Heinrichsbrunn, Verkehrsberuhigung bei der Malykreuzung, Bahnunterführung und bei der Bahnhofszufahrt.
Begleitstraßen für das Gewerbegebiet an der B3 sollen das Zu-und Abfahren zu den Gewerbebetrieben erleichtern und sicherer machen.
Dem Geh- und Radverkehr wird von den Landesplanern große Aufmerksamkeit geschenkt.
Ende Mai 2022 sollen erste Entwürfe vorliegen.
Mauthausen Ost könnte damit neue Perspektiven bekommen:
Schluss mit dem Stau, Chancen für sicheren Geh- und Radverkehr, Lärmminderung an der jetzigen B123 in Heinrichsbrunn, Entlastung der Malykreuzung vom LKW- und sämtlichen Durchzugsverkehr. Damit ergibt sich eine bessere Zu- und Abfahrtsmöglichkeit zum und vom Bahnhof mit der geplanten P&R Anlage.
Generell würde durch die angedachten Verkehrsmaßnahmen der Wirtschaftsstandort Mauthausen sehr gewinnen. Das Gewerbegebiet an der B3 würde wieder attraktiver.
Letztlich könnte das örtliche Entwicklungskonzept (ÖEK) neu aufgestellt werden.
Das würde Abrundungen im bestehendem Wohn- Gewerbe- und Industriegebiet ermöglichen. Andererseits
wird man Bedacht nehmen auf die Erhaltung von größtmöglichem Acker- und Grünland. Wegen der Versiegelung durch neue Straßen wird es Ausgleichsflächen brauchen, größere Naturräume für Fauna und Flora. Weiters sollten wir Freizeit- und Erholungsräume für Jung und Alt in der unmittelbaren Umgebung schaffen; Lebensqualität gibt’s nur dort, wo Menschen sich wohlfühlen können.