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30.10.2026 Allgemein

LRH-Bericht ELGA: Bürokratie abbauen, Digitalisierungsausbau

Fortschritte bei ELGA – doch doppelte Dokumentation und fehlende digitale Schnittstellen verursachen weiterhin unnötige Bürokratie

„Beim Ausbau von ELGA geht was weiter und immer mehr Alten- und Pflegeheime sind digital angebunden. So weit, so gut, so selbstverständlich. Aber die Digitalisierung muss noch spürbarer bei den Beschäftigten und Patient:innen ankommen. Wenn Pflegekräfte Berichte digital übermitteln und dieselben Unterlagen für das Krankenhaus trotzdem noch ausdrucken müssen, läuft etwas grundlegend falsch“, sieht die Grüne Gesundheitssprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter im LRH-Folgeprüfungsbericht zur Digitalisierung im Gesundheitswesen sowohl Fortschritte aber auch noch erheblichen Verbesserungsbedarf bei der praktischen Umsetzung. Besonders in der Pflege führen fehlende digitale Schnittstellen und nicht abgestimmte Arbeitsabläufe zu zusätzlichem Verwaltungsaufwand.

Besonders kritisch bewertet Huber-Reiter, dass auch die Ablöse des Faxversands weiterhin nicht zufriedenstellend gelöst ist. Statt einer einheitlichen digitalen Kommunikationslösung müssen Gesundheitseinrichtungen unterschiedliche Systeme bedienen, was zu erheblichem Mehraufwand führt. „Gerade die Digitalisierung bietet große Chancen, die Pflegekräfte endlich zu entlasten. Aber solange digitale und analoge Arbeitsabläufe parallel laufen, schaffen wir zusätzliche Bürokratie, statt sie abzubauen. Schluss mit der doppelten Dokumentation“, so Huber-Reiter.

Die Digitalisierung ist daher stärker an den tatsächlichen Arbeitsabläufen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Ordinationen auszurichten. Dafür nötig sind verbindliche Abstimmungen zwischen den Einrichtungen, ein vollständiger Überblick über den Stand der ELGA-Anbindungen und eine rasche, einheitliche Lösung für den sicheren digitalen Informationsaustausch.

„Der Erfolg der Digitalisierung darf nicht allein daran gemessen werden, wie viele Einrichtungen technisch angeschlossen sind. Entscheidend ist, ob die Patient:innen besser versorgt und die Beschäftigten tatsächlich entlastet werden. Daran werden wir die weiteren Schritte messen“, betont Huber-Reiter.

Brigitte Huber-Reiter
Brigitte Huber-Reiter

Landtagsabgeordnete

Gemeinderätin, Bezirkssprecherin

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