Med.Uni-Absovent:innen brauchen mehr Basisausbildungsplätze
Noch immer gibt es kaum Antworten wie dieser Flaschenhals kurz vor der Praxis beseitig werden soll – Grüner Antrag und Anfragen
„Oberösterreich hat erfolgreiche Absolvent:innen der Med. Uni, hochmotivierte Jungärzt:innen. Was Oberösterreich nicht hat, sind genug Basisausbildungsplätze in den Spitälern, Lösungen für den eklatanten Engpass und Antworten wie es dazu überhaupt kommen konnte. Erhellend waren heute die Auskünfte von LRin Haberlander auf die mündlichen Anfragen nicht. Wir brauchen dringend fertig ausgebildete Ärzt:innen, aber auf dem Weg dorthin werden sie durch diesen Flaschenhals ausgebremst. Dieser muss weg, mehr Basisausbildungsplätze müssen her. Das ist unser Antrag, den wir heute eingebracht haben und das ist auch der Auftrag an die verantwortliche Gesundheitspolitik im Land“, wertet die Grüne Gesundheitssprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter die Antworten der Gesundheitslandesrätin im heutigen Landtag als wenig zufriedenstellend und fordert klare Maßnahmen ein.
Neben Antrag und heutiger mündlicher Anfrage liegt LRin Haberlander auch bereits eine schriftliche Anfrage der Grünen vor. Neben Fragen zu Wartezeiten, Kriterien und Dauer von Rückmeldungen erwarten sich die Grünen auch von dieser Anfrage Auskunft, mit welchen Schritten dieses Problem gelöst werden soll. „Das ist natürlich die Kernfrage. Wenn die Jungmediziner:innen hier gebremst werden, werden nicht wenige ins Ausland abwandern, wo diese Basisausbildung gar nicht nötig ist und sie sofort als Ärzt:innen starten können. Immer mehr Studienplätze für Ärzt:innen in OÖ zu schaffen und ihnen dann den entscheiden Schritt Richtung Praxis derart zu schweren, ist keine gute Strategie“, betont Huber-Reiter.
Teil der Lösung könnte auch die Antwort darauf sein, warum es zu diesem Engpass überhaupt gibt. „Wenn erfreulicherweise Studienplätze und Abschlüsse immer mehr werden, aber die Basisausbildungsplätze nicht, dann ist so ein Flaschenhals die logische Folge. Das war ja absehbar. 330 Personen können seit heuer an der JKU ein Medizinstudium beginnen. Es muss dafür gesorgt werden, dass sie nach dem Abschluss zügig ihre Basisausbildung machen können. Wir brauchen neue Ärzt:innen und keine gefrusteten oder abgewanderten Jungmediziner:innen“, betont Huber-Reiter.