Langzeitarbeitslose: Keine Bereitschaft Kürzungen abzufedern
UpperWORK wirkt für die Betroffenen nicht so wie es sollte und müsste genau in diese Richtung erweitert werden – keine Bereitschaft des LR die Kürzungen der Sozialorganisationen abzufedern
Das Standortprogramm upperWORK unterstützt die langzeitarbeitslosen Menschen. Land, Bund und AMS arbeiten gut zusammen und sowieso ist der Arbeitsmarkt in OÖ der Beste. Wenn in LR Achleitner’s Welt wieder einmal alles in Ordnung ist, wieso gibt’s dann jeden Monat wieder zweistellige Steigerungen bei den Langzeitarbeitslosen. Nein, nichts ist in Ordnung. UpperWORK wirkt für diese Betroffenen nicht so wie es sollte und müsste genau in diese Richtung erweitert werden. Dabei muss auch mitbedacht werden, dass gesundheitlich beeinträchtigte Menschen mehr Unterstützung benötigen. Aber unseren Antrag, der genau das fordert, hat Schwarz-Blau vom Tisch gewischt. Wenn LR Achleitner vom Zusammenwirken der Stakeholder spricht, klingt das weltläufig. An jenen, die seit langer Zeite einen Job suchen, zieht das spurlos vorbei“, sieht die Grüne Arbeitsmarktsprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter in den Antworten von LR Achleitner außer Eigenlob wenig Zielführendes.
Eine Nebensächlichkeit scheinen für LR Achleitner die massiven Kürzungen der Sozialorganisationen zu sein. „Das ist alles andere als eine Lappalie, betont die Grüne Sozialsprecherin LAbg. Ines Vukajlović. „Da geht’s nicht um eine Beseitigung von Doppelgleisigkeit oder das Herumschieben von Verantwortung. Es geht darum, einen Kahlschlag jener Organisationen zu verhindern, die mit arbeitslosen Menschen arbeiten – dazu zählen Frauen, Jugendliche und junge Menschen. Die alle jene bei der Jobsuche begleiten, die es ohnehin schwer haben am Arbeitsmarkt. Ganz abgesehen davon, dass dadurch Mitarbeiter:innen ihren Job verlieren. Wo bleibt das Commitment zum Standort OÖ, wenn wir die Arbeitskräfte von morgen sich selbst überlassen? Für LR Achleitner ist das Sache des Bundes und des AMS. Er greift nicht hin, was nichts anderes heißt, als dass er nicht helfen wird“, kritisiert Vukajlović.