Skip to main content
    Barrierefreiheit
18.05.2026 Allgemein

Statistik: OÖ müht sich langsam Richtung Kinderland

Lehrerin mit Schulkindern

Zarte Verbesserungen aber die Reise zum OÖ Kinderland bleibt eine gewaltig lange – in etlichen Bereichen noch immer unter dem Bundesschnitt

„Oberösterreich müht sich quälend langsam Richtung Kinderland. Auch wenn man sich nach Kräften bemüht, die zarten Verbesserungen und Fortschritte kundzutun und hervorzuheben. Das ist verständlich. Aber die Kinderbildung und -betreuung hier im Land liegt noch immer in etlichen Bereichen unter dem Bundesschnitt, gerade bei ganztägiger Betreuung und echter Vereinbarkeit. Während die Landesregierung von einem Kinderland spricht, bleibt Oberösterreich bei der schulischen Tagesbetreuung mehr als zehn Prozentpunkte unter dem Österreichschnitt. Es ist auch nicht absehbar, dass die Entwicklung in naher Zukunft einen Quantensprung hinlegt. Unterm Strich wird es bis zum Kinderland OÖ noch eine gewaltig lange Reise“, kommentiert der Grüne Bildungssprecher LAbg. Reinhard Ammer die Ergebnisse der Kindertagesheimstatistik in Oberösterreich.

Während österreichweit 33,69 % der Kinder eine schulische Tagesbetreuung nutzen, liegt Oberösterreich nur bei 21,73 %. Auch beim Ausbau der Standorte mit Ganztagsangebot liegt OÖ unter dem Bundesschnitt und deutlich hinter Ländern wie Wien, Vorarlberg oder dem Burgenland.

Ammer erneuert seine Forderung nach einer Gesamterhebung des Landes zur Kinderbildung- und -betreuung. „Diese gibt es noch immer nicht. Man überlässt das alles den Gemeinden. Aber die Pflöcke für den Ausbau der Kinderbetreuung einzuschlagen ist Aufgabe des Landes als politische Schaltstelle. Und dafür sind umfassende Informationen unverzichtbar. Man muss endlich wissen, wie viel Betreuung die Eltern in Oberösterreich für ihre Kinder brauchen und erwarten, wie viele Eltern für ihre Kinder keinen Platz bekommen oder auf Wartelisten stehen. Gerade wenn die Landesregierung vom Kinderland spricht, braucht es endlich einen echten Überblick über Bedarf und Versorgungslücken. Nur wer weiß, was benötigt wird, kann auch liefern“, betont Ammer.

Reinhard Ammer
Reinhard Ammer

Landtagsabgeordneter, Fraktionsobmann Grüne Vorchdorf, Gemeindevorstand, Bezirkssprecher

[email protected]
Beitrag teilen