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01.10.2026 Allgemein

Kasberg-Beschluss: Keine Rettung - Teure Rutschpartie

Symbolbild Geldscheine

Seit 10 Jahren wird die Zukunft des Kasbergs diskutiert - bis heute gibt es kein beschlussreifes Konzept, sondern nur immer mehr eingesetzte Steuergeld-Millionen

„Wer schätzt ihn nicht, den Kasberg. Wichtig für das Almtal und unzählige Familien. Aber das heute ist nicht seine gesicherte Rettung. Es ist eine teure Rutschpartie bis knapp über den Wahltag. Die Finanzierung gilt für zwei Jahre, die richtig teuren Investitionen kommen erst dann. Es gibt kein langfristiges Konzept, keine Offenlegung der externen Prüfung. Es gibt viele ungeklärte Fragen und wieder einmal so ziemlich null Antworten von LR Achleitner. Damit wird ein fast genau 10-jähriges Herumkreisen um den Kasberg de facto fortgesetzt. Dafür gibt es keine Zustimmung der Grünen“, stellt der Grüne Klubobmann LAbg. Severin Mayr klar. „Wir wollen langfristige Sicherheit, kein teures Abschieben der Verantwortung.“

Denn bereits 2016 wurde im Landtag über die Zukunft des Kasberg diskutiert und für 10 Jahre ein Zuschuss von 10 Millionen Euro beschlossen. In dieser Zeit sollte eine tragfähige Zukunft für den Kasberg entwickelt werden. „Das haben auch wir Grüne gefordert, das hat der Landtag auch einstimmig beschlossen. Entwickelt haben sich nur die Kosten, und zwar nach oben, wie auch der LRH bereits 2023 gewarnt hat. Sonst ist von Seiten der Landesregierung kaum etwas gekommen, das sieht man auch am heutigen Beschluss“, meint Mayr.

Mayr: „Jahr um Jahr ist vergangen, ohne dem Kasberg eine konkrete, realistische und zukunftsfähige Lösung zu geben. Einmal wurde er für gerettet erklärt, dann wieder nicht. Wir dürfen nicht erfahren, wie viele verlässlich nutzbare Schitage man in fünf Jahren oder darüber hinaus erwartet, welche Beschneiung dafür notwendig sein wird und welcher Wasser- und Energiebedarf besteht. Und vor allem: Was soll es kosten und wer wird’s bezahlen? Im Grund ist es das gleiche Durcheinander wie beim Flughafen. Lange Zuschauen, nix tun, viel Steuergeld einsetzen – und die eigentliche Strategie bleibt offen. Das ist ein richtig teurer Weg in eine ungewisse Zukunft. Und eine Perspektive, die derzeit gerade einmal knapp über das Wahljahr hinausreicht.“

Severin Mayr
Severin Mayr

Klubobmann und Stellvertretender Landessprecher

[email protected]
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