Grünen empfehlen der FPÖ Integrationspolitik
Die Grünen Wels empfehlen der FPÖ endlich Integrationspolitik zu betreiben
Den sogenannten Wertekodex der Stadt Wels wollte die FPÖ in der Gemeinderatssitzung am 17. November mit den Verträgen der Kinderbetreuungseinrichtungen verknüpfen. Eltern, die sich nicht daranhalten und zu wenig bei der Integration ihrer Kinder helfen, sollen Strafen zahlen.
Grünen-Gemeinderat Markus Faber – selbst seit Jahren in der Kinderbetreuung tätig – zeigt sich empört: „Den Eltern ist es wichtig, dass ihr Kind sozialen Anschluss findet und dass es die deutsche Sprache lernt. Wer etwas anderes behauptet, hat entweder keine Ahnung oder Motive, die nichts mit Integrationspolitik zu tun haben.”
“Manche Familien brauchen mehr Unterstützung bei der Erziehung als andere. Aber mit Strafen ist niemandem geholfen.“
Offenkundig möchte man den Wertekodex als mögliches Druckmittel auf Eltern und Kinder verwenden, um mangelnde Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache mit Geldbußen sanktionieren zu können. „Das ist pädagogisch unsinnig, menschlich zweifelhaft und juristisch ohnehin unhaltbar“, so Faber.
„Geldstrafen, weil Kinder nicht gut genug Deutsch können: Das wird nicht funktionieren und wird weder den Kindern noch dem pädagogischen Personal helfen.“
Gemeinderat Faber vermutet hinter dem Antrag reine populistische Stimmungsmache. Der Vizebürgermeister möchte damit sein “Law and Order”-Image pflegen und davon ablenken, dass sich das von Vizebürgermeister Kroiss geführte Integrationsressort seit Jahren im Tiefschlaf befinde.
Dass der Antrag lediglich in den Ausschuss verschoben wurde, nimmt Faber mit Erleichterung zur Kenntnis.