Grüne fordern: Mehr Mittel für Streetwork in Wels
Alessandro Schatzmann: „Prävention statt reiner Kontrolle – soziale Probleme brauchen soziale Antworten.“
Die Welser Grünen bringen in der kommenden Gemeinderatssitzung einen Initiativantrag ein, mit dem die Oö. Landesregierung aufgefordert wird, die Fördermittel für Streetwork in Wels wieder auf das Niveau von 2017 anzuheben.
„Die Kürzungen im Jahr 2018 haben dazu geführt, dass Streetwork in Wels um die Hälfte reduziert werden musste. Gerade in Stadtteilen, wo Jugendliche und junge Erwachsene Perspektivlosigkeit, Konflikte oder soziale Probleme erleben, ist die Arbeit von Streetworker:innen unverzichtbar. Sie leisten Prävention, noch bevor Probleme eskalieren“, erklärt Gemeinderat Alessandro Schatzmann.
Aufgrund der Kürzungen auf Landesebene konnte die aufsuchende Arbeit in den Welser Stadtteilen großteils nicht mehr weitergeführt werden. „Die Folgen sind deutlich spürbar – weniger Präsenz auf den Straßen bedeutet weniger Ansprechpersonen für Jugendliche, weniger Prävention und am Ende mehr Konflikte für die gesamte Stadtgesellschaft“, so Schatzmann.
Auch Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger (FPÖ) kritisierte 2019 die damaligen Kürzungen und forderte das Land Oberösterreich auf, diese zu überdenken. „Wenn sogar eine FPÖ-Sozialreferentin diese Kürzungen als problematisch erkannt hat, zeigt das, dass es parteiübergreifend Konsens geben muss: Streetwork ist kein Luxus, sondern ein notwendiger Teil der Sicherheits- und Sozialpolitik in unserer Stadt“, unterstreicht Schatzmann.
„Delikte zu verhindern, bevor sie passieren, muss die Devise sein. Dafür braucht es mehr Streetworker:innen, die in den Stadtteilen präsent sind und mit jungen Menschen direkt arbeiten können“, so Schatzmann abschließend.