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28.07.2026 Allgemein

Google Kronstorf: "don't be evil"

Symbolbild Rechenzentrum

Das Google-Rechenzentrum in Kronstorf verbraucht große fruchtbarste Flächen, enorme Mengen Strom und Wasser. Trotzdem erfahren die Menschen in der Region immer nur scheibchenweise, was tatsächlich geplant ist. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder fordert Google zu voller Transparenz und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner zu einer unabhängigen Analyse der Folgen für Wasser, Umwelt, Stromnetz und Strompreise auf. „Ein Projekt dieser Größenordnung darf nicht hinter verschlossenen Türen wachsen. Google und Achleitner müssen offenlegen, wie viel Wasser und Strom am Ende tatsächlich gebraucht wird und was das für die Region bedeutet“, sagt Kaineder.

Beim Spatenstich hielt man sich noch bedeckt, wann weitere Bauphasen folgen. Nun sollen bereits Unterlagen für die nächsten Ausbaustufen eingereicht worden sein. „Google wirbt mit Verantwortung und Transparenz. Dann muss der Konzern diesen Anspruch auch in Kronstorf leben. Don’t be evil heißt für mich: alle Karten müssen auf den Tisch“, so Kaineder, der sich dabei auf Gründungs-Leitmotiv von Google bezieht.

Denn auch der zusätzliche Strombedarf könnte den bisherigen Verbrauch Oberösterreichs massiv erhöhen. Das wird Strompreise, Netzkosten und den notwendigen Netzausbau beeinflussen. „Es kann nicht sein, dass Google enorme Strommengen verbraucht und am Ende die Oberösterreicher über höhere Preise oder Netzkosten dafür zahlen. Achleitner muss eine unabhängige Strompreis- und Netzkostenanalyse vorlegen“, fordert Kaineder.

Für Kaineder zeigt das Projekt auch, wie dringend Oberösterreich mehr eigenen sauberen Strom braucht. Wer einen der größten Stromverbraucher des Landes willkommen heißt, könne nicht gleichzeitig den Windkraftausbau blockieren. „Achleitner rollt Google den roten Teppich aus, tritt beim Ausbau der Windkraft aber seit Jahren auf die Bremse. Das passt nicht zusammen. Wer neue Großverbraucher ins Land holt, muss auch dafür sorgen, dass ausreichend sauberer und leistbarer Strom in Oberösterreich erzeugt wird“, sagt Kaineder.

Stefan Kaineder
Stefan Kaineder

Klimalandesrat und Landessprecher

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