Gewaltpräventionsprojekte finanziell absichern
Der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen hat miesen Gegenwind durch seltsame bis gefährliche Trends
„Dass die Fallzahlen bei den Gewaltschutzzentren gestiegen sind, kann nicht überraschen. Sie belegen nur das Augenscheinliche. Sie bezeugen, dass die Gewalt gegen Frauen immer weiter zunimmt. Und das nicht nur aus den bekannten Gründen und Anlässen. Sondern nun auch befeuert durch abgründige Trends und altbackene Rollenbilder. Die Gewaltschutzzentren leisten immens wichtige und hervorragende Arbeit. Daher sind immer wiederkehrende Debatten um ihre Finanzierung so unerklärlich. Gewaltschutzzentren und auch Frauenberatungsstellen im Land müssen finanziell langfristig absichert sein. Das gilt auch für wichtige Gewaltpräventionsprojekte wie STOP-Stadtteile ohne Partnergewalt, das von Kürzungen bedroht ist“, meint die Grüne Frauensprecherin LAbg. Dagmar Engl zur Halbjahresbilanz der Gewaltschutzzentren Oberösterreich.
Engl: „Der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen ist ein leidvolles Puzzle, im dem kein Teil fehlen darf. Die Gewaltschutzzentren sind ein Kernstück dieses Puzzles. Und sie werden es bleiben. Denn im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen war die Gesellschaft schon einmal weiter. Das muss man sagen. Dieser Kampf erfährt derzeit echt miesen Gegenwind durch seltsame bis gefährliche Sichtweise, natürlich vor allem in den Sozialen Medien. Auch die verantwortliche Frauenpolitik im Land hat sich erstens dieser Herausforderung zu stellen und zweitens den Gewaltschutzzentren und anderen Einrichtungen in allen Fragen den Rücken zu stärken“.