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09.06.2026 Allgemein

Macht und Posten: Fairness und Transparenz gefragt

Laut Standard soll LR Haimbuchners Büroleiter zum Lawog-Chef durchgedrückt werden – Grüne kündigen schriftliche Anfrage an und wollen für Transparenz sorgen

„Wasser predigen und Wein trinken. Was wir im Standard über die Vorgänge im Wohnbauressort lesen, schmeckt ganz stark nach diesem Klassiker. Gäb‘s den Fall in einer anderen Partei wäre LR Haimbuchner im Spurt von Null auf 100. Aber nachdem es die eigene Partei ist, wird ordentlich gekurbelt und gebastelt, um seinen Büroleiter und Vertrauten zum Chef der Lawog zu machen. Die Eigeninteressen und Funktionäre gehen vor, heißt wohl die Devise bei LR Haimbuchner. Auf jeden Fall muss auf dieses abenteuerliche Vorgehen genau hingeschaut werden. Daher fordern wir Grüne Transparenz und stellen LR Haimbuchner eine schriftliche Anfrage mit durchaus unbequemen Fragen“, reagiert die Grüne Wohnbausprecherin LAbg. Ines Vukajović auf den heutigen Artikel im „Der Standard“.

Schon der Status quo beinhaltet Brisantes: Ein Büroleiter, der nicht nur Vizelandesamtsdirektor, sondern auch jetzt schon Aufsichtsrat der Lawog ist, ist eine „höchst heikle Konstellation“. Der Revisionsverband sah schon darin potenzielle Interessenkonflikte und empfahl eine „eine rechtliche Evaluierung” der Besetzung, wie die OÖ. Nachrichten berichteten. Eine Evaluierung, die allerdings nicht von der Wohnungsgenossenschaft durchgeführt wurde, sondern von einer nicht bekannten Kanzlei im Auftrag der von Haimbuchners „Abteilung Wohnbauförderung“. „Hier werden offenbar alle Register gezogen. Dass alles seine Richtigkeit hat, wie es aus dem Büro Haimbuchner heißt, denken wir eher nicht. Da geht’s nicht nur um das Vorgehen selbst. Das ist ein Leckerbissen für Unvereinbarkeits-Feinspitze“, betont Vukajlović.

Vukajlović: „Wenn‘s um Macht und Posten geht, ist bei der Sauber-Partei FPÖ scheinbar schnell der Glanz-Lack ab. Dann wird wie in anderen Funktionärs-Parteien die Leiter gehalten oder in die Trickkiste gegriffen. Soweit zur blauen Glaubwürdigkeit. Wenn was aussieht, wie Postenschacher und klingt wie Postenschacher, ist es nötig nachzusehen, ob es auch Postenschacher ist. Genau das werden wir tun“.