Finnland zeigt: Klare Haltung bei Rechenzentren
Finnland zeigt: Klare Haltung und Konsequenz beim Umgang mit Rechenzentren
UVP -Pflicht ebenso nötig wie Rechenzentrums-Strategie für Oberösterreich
„Oberösterreich muss Finnland werden. Zumindest beim Umgang mit Rechenzentren. Denn dort zeigt man die nötige Haltung und Konsequenz. Die Causa Google in Kronstorf legt offen, dass Österreich und damit auch Oberösterreich erheblichen Aufholbedarf haben. Dazu gehört nicht nur eine UVP-Pflicht, sondern auch eine eigene Rechenzentrum-Strategie, um bei künftigen Projekten Klarheit zu schaffen“, pocht die Grüne Umweltsprecherin LAbg. Anne-Sophie Bauer auf die beiden zentralen Forderungen der Grüne.
In Finnland wurde ein Google-Projekt gestoppt, weil der Verdacht besteht, dass hunderte Hektar Wald ohne Umweltverträglichkeitsprüfung gerodet wurden. Die Prüfung wird nun abgewartet.
„Ein UVP-Pflicht ist überfällig Aber nicht erst ab 100 MW wie der Bund plant, sondern bereits ab 50 MW. Auch Rechenzentren um die 100 MW und darunter brauchen viel Ressourcen und Energie, würden aber ohne UVP möglich sein. Jedes Windrad muss eine UVP durchlaufen. Es nur logisch, dass dies auch für halbwegs dimensionierte Rechenzentren gilt, und zwar in der Endversion inklusive aller Ausbaustufen“, betont Bauer, die als zweiten Punkt eine Rechenzentren-Strategie als dringend nötig sieht, um künftig Projekte in geordnete Bahnen zu lenken.
Betreiber sollen gleich zu Beginn Angaben zu Anschlussleistung, Wasserverbrauch, Stromverbrauch verpflichtend darlegen. Bereits versiegelte Flächen müssen Vorrang haben vor grüner Wiese oder Wald. Außerdem muss es verpflichtende Konzepte zur Nutzung der entstehenden Abwärme geben.
Bauer: „Es sind Vorgaben und Voraussetzungen, die künftige Rechenzentren-Projekte in OÖ mitbringen und erfüllen müssen. Sie schaffen Klarheit und Sicherheit für Bürger:innen sowie für Unternehmen. Bis es eine Strategie und klare Regeln gibt, soll kein weiteres Rechenzentrum in OÖ genehmigt werden. Rechenzentren sind notwendige Infrastruktur, keine Frage. Aber diese Intransparenz wie im Fall Kronstorf, darf nicht mehr vorkommen“.