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10.09.2026 Allgemein

Femizid in Marchtrenk: Stoppt Gewalt an Frauen!

Männergewalt ist kein Frauenthema

Der furchtbare Fall in Marchtrenk muss auch den letzten Bremsern die Augen öffnen: Das Problem der Gewalt gegen Frauen gehört ganz oben auf die politische Agenda und Frauen müssen endlich ernst genommen werden

Der mutmaßliche Femizid in Marchtrenk ist der 18. in Österreich in diesem Jahr, sechs davon in Oberösterreich. „Wir dürfen uns nicht an diese Zahlen gewöhnen. Hinter jedem Femizid steht die Geschichte einer Frau, deren Leben ausgelöscht wurde. Und jedes Mal stellt sich die Frage: Was hätten wir früher erkennen und verhindern können? Dazu gehört auch, Frauen ernst zu nehmen, wenn sie von Gewalt berichten, Angst äußern oder Hilfe suchen“, fordert Engl.

Genau dafür kämpfen Frauenpolitikerinnen und Frauenorganisationen seit Jahren. „Jetzt braucht es diese Verantwortung auf allen Ebenen – in Politik, Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Gesellschaft“, so Engl.

Kaineder betont dabei auch die Verantwortung von Männern in politischen Führungspositionen: „Männergewalt darf nicht länger als Frauenthema behandelt werden. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Gerade Männer in politischen Führungspositionen müssen Verantwortung übernehmen. Dazu gehört auch, Frauen zuzuhören, ihnen zu glauben und Warnsignale ernst zu nehmen.“

Engl warnt zugleich vor Kürzungen bei der Prävention: „Weiterhin bei Prävention zu kürzen, ist fatal. StoP hilft Menschen, Gewalt im eigenen Umfeld frühzeitig zu erkennen, hinzuschauen und richtig zu reagieren. Solche Instrumente müssen dauerhaft abgesichert werden.“

Kaineder abschließend: „Gewaltschutz gehört ganz oben auf die politische Agenda – nicht erst dann, wenn wieder eine Frau ermordet wurde. Wir müssen früher hinschauen, Frauen ernst nehmen und Strukturen schaffen, die tatsächlich schützen.“

Dagmar Engl
Dagmar Engl

Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Landessprecherin

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