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16.01.2026 Allgemein

Hundesbesitzer massiv verunsichert-Anfrage an LRin Weninger

kleiner Hund auf einem Waldweg

Hundebesitzer:innen massiv verunsichert – Grüne erwarten sich Aufklärung zu Konsequenzen und Maßnahmen, um solche Vorfälle künftig zu verhindern

Es hat für Aufruhr gesorgt. Ein Jäger erschießt einen Hund, weil er ihn für einen Fuchs hält. Am helllichten Tag. Obwohl der Hund offenbar Hundepullover und neofarbenes Hundegeschirr trägt. Obwohl der Hundebesitzer nur wenige hunderte Meter entfernt ist und ein Hund laut Gesetz nur dann erschossen werden darf, wenn er nachweislich wildert und ohne Besitzer unterwegs ist. Was ohnehin zu hinterfragen ist.
„Dieser Fall macht gerade Hundebesitzer:innen fassungslos und verunsichert sie enorm. Von Wildern keine Spur und Füchse mit Pullover und in Neonfarben gibt es auch nicht wirklich oft. Das Vorgehen des Schützen muss nicht nur die Behörden befassen, sondern auch die zuständige Politik. Es sind Frage zu klären und Schritte zu setzen, dass so etwa einfach nicht mehr vorkommt“, betont der Grüne Tierschutzsprecher LAbg. Rudi Hemetsberger und kündigt eine schriftliche Anfrage an die zuständige Landesrätin Langer-Weninger an.

Mit dieser wollen die Grünen unter anderem wissen,

  • welche Informationen ihr zum tatsächlichen Sachverhalt vorliegen
  • welche jagdrechtlichen Konsequenzen der Jäger zu erwarten hat, vor allem betreffend Jagdkarten-Entzug
  • welche waffenrechtlichen Maßnahmen, insbesondere betreffend Sicherstellung von Jagdwaffen oder der Überprüfung waffenrechtlicher Berechtigungen vorgesehen sind
  • ob und wie Inhaber:innen von Jagdkarten regelmäßig oder anlassbezogen
  • auf jagdliche Verlässlichkeit sowie die körperliche und geistige Eignung zur sicheren Ausübung der Jagd überprüft werden
  • wie viele Hunde, Katzen oder andere Haustiere im Zuge der Jagdausübung durch Schusswaffen in den letzten 10 Jahren getötet wurden
  • Welche Maßnahmen die LRin setzt, um solche Vorfälle künftig zu vermeiden

Konsequent setzt sich seit langem die Grüne Sicherheitssprecherin LAbg. Anne-Sophie Bauer für ein schärferes Waffengesetz ein und kritisiert dabei auch die Ausnahmeregelungen für Jäger. „Wenn ein Jäger einen klar erkennbaren Hund für einen Fuchs hält, stellt sich wieder einmal die Befähigungs- und Kontrollfrage. Wer eine Schusswaffe besitzt, hat eine besondere Verantwortung. Dass dies teilweise zu locker gehandhabt wird, zeigen wir Grüne seit langem auf. Warum für den Waffenschein ein psychologisches Gutachten nötig ist, für den Jagdschein in OÖ aber nicht, bleibt rätselhaft. Offen ist auch, ob und wie Verlässlichkeit und Eignung regelmäßig überprüft werden. Da erwarten wir Aufklärung durch LRin Langer-Weninger“.

Rudi Hemetsberger
Rudi Hemetsberger

Landtagsabgeordneter und Bürgermeister

[email protected]
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