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01.10.2025 Allgemein

Unimarkt-Aus zeigt schwarz-blaues Politikversagen

Fragezeichen

Letzter Nahversorger vor dem Aus – Arbeitsplatzverlust, Bedrohung für Bäuerinnen und Bauern, Stillstand in der Energiepolitik

„Das Aus für Unimarkt ist nicht nur ein dramatisches Signal, es ist ein Weckruf für die Landespolitik“, warnt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder angesichts der aktuellen Hiobsbotschaft des traditionsreichen Lebensmittelhändlers. Nach dem angekündigten Stellenabbau von 600 Arbeitsplätzen bei Lenzing stehe nun mit Unimarkt die letzte oberösterreichische Nahversorgerkette vor dem Aus.

„Diese Entwicklung ist eine Katastrophe für die Mitarbeiter:innen, die nun um ihre Jobs bangen, ebenso wie für die Bäuerinnen und Bauern, die über Unimarkt ihre regionalen Produkte verkaufen konnten. Mit dem Rückzug dieses Unternehmens verlieren wir nicht nur einen wichtigen Nahversorger im ländlichen Raum, sondern auch einen starken Partner für unsere heimische Landwirtschaft“, so Kaineder.

Mitverantwortlich für diese Entwicklung sei die seit zehn Jahren regierende schwarz-blaue Landesregierung, so Kaineder: „Mit ihrer bodenvernichtenden Raumordnung hat Schwarz-Blau die Ansiedlung großer Handelsketten auf der grünen Wiese forciert und damit die größte Supermarktdichte Europas geschaffen, während unsere Ortskerne aussterben und mit Unimarkt die letzte Nahversorgerkette im Land verschwinden muss. Das ist das Ergebnis einer völlig verfehlten Standort- und Wirtschaftspolitik.“

Neben den Fehlentwicklungen im Handel verweist Kaineder auch auf die massiven Belastungen durch hohe Energiepreise in Oberösterreich: „Durch die ideologische Energiepolitik von Schwarz-Blau ist Strom bei uns viel zu teuer. Pumpspeicherkraftwerke wie in Ebensee werden viel zu spät errichtet, der Netzausbau verschlafen, und die größten Energiewendeprojekte wie der Windpark Sandl, der 130.000 Haushalte versorgen könnte, werden bewusst torpediert. In den vergangen zehn Jahren ist Oberösterreich vom Stromexporteur zum Stromimporteur geworden. Das ist das schwarz-blaue Vermächtnis: Stillstand statt Fortschritt.“
Für Kaineder ist klar: „Es braucht endlich eine Politik, die Arbeitsplätze sichert, regionale Betriebe stärkt und eine konsequente Energiewende vorantreibt. Nur so können wir die Zukunft unseres Landes gestalten. Hohe Energiepreise, bedrohte Jobs und aussterbende Ortskerne sind keine Zukunftspolitik, das ist Ideologie auf Kosten der Menschen und unserer Wirtschaft.“

Stefan Kaineder
Stefan Kaineder

Klimalandesrat und Landessprecher

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