Arbeitsmarkt: VPFP verweigert Unterstützung für Betroffene
Grüner Antrag, upperWORK zu einem umfassenden Schutzschirm für geringqualifizierte Arbeitssuchende, Langzeitarbeitslose und beschäftigungslose Jugendliche auszubauen, von ÖVP und FPÖ abgelehnt
Die Arbeitsmarktsituation ist weiter prekär, die Aussichten sind unsicher. Hauptbetroffen sind geringqualifizierte Arbeitssuchende, Langzeitarbeitslose und beschäftigungslose Jugendliche. Sie haben es am schwersten, einen Job zu finden. Für sie fordern wir Grüne mehr Unterstützung. Für Schwarz-Blau ist dies offensichtlich nicht notwendig. Weil das Standortprogramm für Arbeit in Oberösterreich, kurz „upperWORK, das ohnehin abdeckt, meint LR Achleitner.
„Nein, Herr Landesrat. Das tut es nicht oder viel zu wenig. Darum wollen wir upperWORK zu einem umfassenden Schutzschirm für die besonders Betroffenen weiterentwickeln und entsprechend budgetär ausstatten. Für jene, die in wirtschaftlich angespannten Zeiten als erste an den Rand gedrängt werden. Für sie muss es extra Modelle geben, Übergangslösungen und Wiedereinstellungsprogramme. Aber ÖVP und FPÖ drehen sich weg und wollen nicht einmal darüber reden. Das ist beschämend“, kritisiert die Grüne Arbeitsmarktsprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter diese Ablehnung.
Vor allem das ÖVP-Veto ist umso unverständlicher als sich die Grünen Forderungen auf eine Studie des IBE – Institut für Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung im Auftrag von Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer beziehen. „Das steht genau drin, was zu tun ist. AK und WK sprechen von einer guten Grundlage für die Weitentwicklung der OÖ. Arbeitsmarktstrategie. Warum diese Grundlage dann für die ÖVP keine gute ist, ist ein Rätsel. Menschen mit nur Pflichtschulabschluss, Jugendliche in prekären Lebenslagen, mit psychischen Erkrankungen und sozialen Ängsten, ausgegrenzt und perspektivenlos. Sie bräuchten mehr Unterstützung, die sie von ÖVP und FPÖ nicht bekommen“, meint Huber-Reiter.