Atommüll-Endlager Probebohrungen in Grenznähe?
Atommüllendlager sind Höchstmaß an Verantwortungslosigkeit gegenüber den kommenden Generationen
„Ein Atommüllendlager in Grenznähe zu Oberösterreich ist und bleibt untragbar. Denn für Atommüll, der eine Million Jahre strahlt, kann es keine sichere Entsorgung geben. Wir Grüne lehnen Temelin ab und lehnen auch ein Endlager in Oberösterreichs Nähe kategorisch ab. Das ist auch Common sense im ganzen Land. Wir werden alle politischen und rechtlichen Mittel nutzen, damit eine solche Gefahr an unserer Grenze nicht realisiert wird“, kommentiert der Grüne Landessprecher LR Stefan Kaineder die Probebohrungen bei Temelin für ein Atommüll-Endlager.
„Besonders die Leute in der Grenzregion leben in dauernder Sorge wegen dem AKW Temelin. Bei etlichen Telefongesprächen in den letzten drei Wochen war dies Thema. Und jetzt will man dort auch noch verstrahlten Müll vergraben. Das ist eine Verantwortungslosigkeit sondergleichen gegenüber den nachfolgenden Generationen“, betont Kaineder, der in diesem Zusammenhang auch auf eine energiepolitische Skurrilität hinweist.
„Aus Tschechien kommen Proteste und Einsprüche gegen das Windkraft-Projekt in Sandl wegen angeblicher Umweltbedenken. Aber man verbuddelt Millionen Jahre strahlenden Atommüll. Also schräger geht nicht. Das muss und kann man nicht verstehen“, betont Kaineder.