Neue Arbeitsmarktdaten: 6,7 Prozent mehr arbeitslose Frauen
6,7 Prozent mehr arbeitslose Frauen, um 16,4 Prozent mehr Langzeitarbeitslose und um 34 Prozent mehr langzeitbeschäftigungslose Frauen ab 60 – dort liegen die Aufgaben
„Um die Arbeitsmarktdaten als vergleichsweise gut zu bezeichnen, muss man ziemlich weit weg stehen. Dort wo man nur die Arbeitslosen-Gesamtquote sehen und sie mit dem Rest Österreichs vergleichen kann. Wenn man nahe ist und genau hinschaut, sieht man 6, 7 Prozent mehr arbeitslose Frauen, um 16, 4 Prozent mehr Landzeitarbeitslose und um 34 Prozent mehr langzeitbeschäftigungslose Frauen ab 60. Daran ist gar nichts gut, nicht einmal vergleichsweise. Es sind jene Gruppen, die besondere Unterstützung bräuchten, bei der zuletzt aber sogar gekürzt wurde. Widersinniger geht es nicht und das Resultat sehen wir Monat für Monat“, kommentiert die Grüne Arbeitsmarktsprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter die aktuellen Arbeitsmarktdaten.
Mehr als 20.000 offene Stellen zeigen, dass Arbeit vorhanden ist. Aber es muss besser gelingen, Menschen und Arbeitsplätze zusammenzubringen. „Das geht nur mit Beratung, Qualifizierung und Beschäftigungsprojekten. Das geht nur mit den entsprechenden Stellen. Dazu gehören die Sozialorganisationen, denen der Bund AMS Gelder gekürzt hat und die das Land nicht ausgleichen will. Das geht nur mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die das Land nicht absichern will. Nur die allgemeine Arbeitslosenquote herzunehmen und zu interpretieren ist zu wenig. Die Aufgaben liegen in den Spalten darunter“, betont Huber Reiter.