Risiko Langzeitarbeitslosigkeit für Ältere
AMS und verantwortliche Politik weiterhin massiv gefordert – Unternehmen sind aufgerufen, vor allem ältere Mitarbeiter:innen zu halten und damit diesen fatalen Trend nicht weiter zu befeuern – Pensionsdebatte in dieser Lage extrem schräg
„Die Abwärtsspirale am Arbeitsmarkt scheint zumindest an Drehzahl zu verlieren und sich einzubremsen. Von einer Entspannung sind Wirtschaft und damit Jobmarkt und AMS aber noch weit entfernt. Vor allem für die langzeitarbeitslosen Menschen bleibt die Lage extrem trist. Das AMS werkt auf Hochtouren, braucht dafür weiter die vollste Unterstützung der Landesverantwortlichen, noch mehr finanziellen Support und mehr Mittel im Landesbudget. Aber auch die Unternehmen sind aufgerufen, vor allem ältere Mitarbeiter:innen zu halten und damit diesen fatalen Trend nicht weiter zu befeuern. Dass für Ältere das Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit besonders hoch ist, liegt auf Hand. Die aktuelle Talsohle ist breit und tief, raus kommt das Land nur mit den richtigen Maßnahmen, Zusammenhalt und ohne Schönfärberei“, kommentiert die Grüne Arbeitsmarktsprecherin LAbg. Ulrike Schwarz die aktuellen Arbeitsmarktdaten.
Über der schwierigen Arbeitsmarkt-Lage für die älteren Menschen kreist dazu noch die leidige Pensionsdebatte. „Die Forderung nach Anhebung des Pensionsalters läuft mittlerweile in Dauerschleife. Bei dieser Arbeitsmarktlage, dem Risiko von Jobverlust und Langzeitarbeitslosigkeit gerade für Ältere, ist diese Debatte mehr als schräg. Länger Arbeiten benötigt immer noch die entsprechenden Arbeitsplätze. Wenn dann noch Kürzungen bei den Pensionen diskutiert werden, ist das Maß an Verunsicherung wohl gestrichen voll“, betont Schwarz.