Arbeitsmarktdaten April: Ein Schritt vor, zwei zurück
Steigende Zahlen bei Menschen mit Beeinträchtigung – ein zynisches Zusammentreffen mit dem morgigen Tag der Inklusion
Ganz leicht sinkt die Arbeitslosigkeit, manche sprechen von Stabilisierung. Alles richtig, aber bei vielen kommen weder Entwicklung noch Message an, sie haben nichts davon. Allen voran die langzeitarbeitslosen Menschen. Etliche sind wieder zurück im Arbeitsmarkt, aber noch viel mehr fallen raus und finden keinen Job. Gerade diese Menschen in den Job zu bekommen, erfordert mehr Gespräche, intensivere Betreuung und aufwendigere Suche. Und es erfordert damit mehr Personal und mehr Ressourcen für das AMS. Das ist das Rezept für diese noch immer größte Herausforderung“, kommentiert die Grüne Arbeitsmarktsprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter die aktuellen Arbeitsmarktdaten.
Die Daten zeigen, dass jene immer stärker von der tristen Arbeitsmarkt-Situation betroffen sind, die es am Job-Markt ohnehin schwer haben. Steigerungen sind neuerlich zu verzeichnen bei Personen unter 25 und über 60, bei Frauen und bei Menschen mit Beeinträchtigung. „Dass wir morgen den Tag der Inklusion begehen, erscheint bei diesen Zahlen ein zynisches Zusammentreffen. Schon in normalen Zeiten hapert es mit dieser Inklusion. Es hapert an inklusiven Ausbildungsangeboten und einer echten Durchlässigkeit am Arbeitsmarkt. Wenn dieser dann gewaltig stottert wie aktuell, verringern sich die Chancen für die Betroffenen weiter. Dem ist gegenzusteuern. Nicht mit großen Worten morgen, sondern Maßnahmen jeden Tag“, fordert Huber-Reiter.