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06.03.2026 Allgemein

Wohnbaubilanz: Es lockt der Neubau und stockt die Sanierung

Sanierungsquote muss auf zumindest drei Prozent erhöhen werden - ökologische Kriterien zurück in die Wohnbauförderung – das wäre der Weg zu einer nachhaltigen Wohnbaupolitik

„Wir hören LR Haimbuchners Jubel, aber es ist das alte Lied. Es wird neu gebaut, was nur geht. Aber es wird viel zu wenig saniert. Aktuell wird für den Neubau drei Mal mehr ausgegeben als für die Sanierung. Das ist eine eklatante Schieflage. Sie kostet wertvollen Boden, treibt die Energiekosten, untergräbt den Klimaschutz und lässt enorme Chancen für die Bauwirtschaft liegen. Bei mageren 1, 9 Prozent liegt die Sanierungsquote. Sie muss zumindest rauf auf 3 Prozent. Das muss das Ziel sein. Das wäre ein essentieller Beitrag zu einer nachhaltigen Wohnbaupolitik. Davon ist LR Haimbuchner weit entfernt“, reagiert die Grüne Wohnbausprecherin LAbg. Ines Vukajlović auf die heutige Wohnbaubilanz.

Leider wird sogar der umgekehrte Weg eingeschlagen. Es müssten ökologische Kriterien und Anreize in der Wohnbauförderung ausgebaut werden. „Aber diese spielen offenbar kaum mehr eine Rolle. Sowohl in der Neubau- als auch Sanierungsförderung wurde Nachhaltigkeit aus Förderzuschlägen 2024 gänzlich gestrichen. Andere Nachhaltigkeitsaspekte in den vergangenen Jahren zumindest geschwächt. Das ist extrem kurzsichtig. Gebäude entscheiden für Jahrzehnte über Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Wer heute niedrige Standards zulässt, produziert die Sanierungsfälle von morgen. Das ist weit weg von wirtschaftlichem Denken“, betont Vukajlović.

Vukajlović: „Die Baustellen in Haimbuchners Wohnbaupolitik müssten längst behoben werden. Mehr Sanieren, Nachhaltigkeitskriterien zurück in die Wohnbauförderung, nachhaltige und innovative Wohnprojekte endlich fördern und die Wohnbeihilfe umfassend reparieren. Wenn dies gemacht wird, gibt’s Chancen auf eine mal gute Bilanz“.