Ohlsdorf: LR Achleitner sollte Lehren aus Causa ziehen
Laut Bundesforste-Chef wird es kein Ohlsdorf 2 mehr geben – LR Achleitner sollte dieser Erkenntnis folgen, Standpunkte ändern und die Lehren daraus ziehen
„Es wird kein Ohlsdorf 2 mehr geben. Eine ehrliche Aussage und bemerkenswerte Erkenntnis des Bundesforste-Chefs. Und wir warten noch immer darauf, dass LR Achleitner diese Erkenntnis teilt. Dass er nicht nur aufhört, diese vorgebliche Jobmaschine zu rechtfertigen und schönzureden. Sondern auch seinerseits alles dafür tut, dass ein derartiges Wald- und Bodenvernichtungsprojekt nicht mehr möglich ist. Man darf aus Fehlern lernen, dazu stehen und Lehren daraus ziehen. Bei all den Erkenntnissen zu Ohlsdorf wäre das auch bei LR Achleitner mehr als angebracht und überfällig“, reagiert der Grüne Klubobmann LAbg. Severin Mayr auf medial berichtete Aussagen des Vorstandssprechers der Bundesforste, wonach ihm ein Waldverkauf wie in Ohlsdorf kein zweites Mal passieren werde.
190.000 m2 zerstörter Wald, drei Lagerhallen, ein Online-Inserat und null fixierte Arbeitsplätze. Dafür etliche Millionen mehr auf einem örtlichen Unternehmerkonto. Die Zahlen zum angeblichen Leitstandort-Projekt in Ohlsdorf sind bekannt. „Von LR Achleitner haben wir noch keinen Erkenntnisgewinn vernommen. Auch keine Grundlagen für die getroffenen Entscheidungen. Dafür jede Menge Rechtfertigung und die Erwartung, dass die angekündigten hunderten Arbeitsplätze eh noch geschaffen werden. Das ist pure Realitätsverweigerung“, betont Mayr und erwartet sich, dass sich LR Achleitner endlich an der Haltung des Bundesforste-Chefs orientiert.
„Das Ohlsdorf-Projekt war keine gute Idee und umgesetzt ist sie keinen Deut besser. Das endlich einzugestehen, würde nicht nur den Tatsachen gerecht werden. Es würde auch die Tür zu einer Wirtschaftspolitik öffnen, die planvoll vor- und sorgsam mit der Ressource Boden umgeht. Die auf die Nutzung von Leerständen setzt und einen Leitstandort nicht nur auf die Flächengröße und Verkehrsanbindung reduziert“, betont Mayr.