Skip to main content
    Barrierefreiheit
28.10.2026 Allgemein

Verfehlte Bildungspolitik ist verfehlte Integrationspolitik

Kinderbetreuung
"Wels kann sich nicht hinter anderen Gebietskörperschaften verstecken. Es sind unsere Kinder und Jugendlichen, die hier aufwachsen. Die Stadt trägt Verantwortung und muss handeln, mit gezielter Förderung, ausreichenden Bildungsplätzen, besseren Übergängen in Ausbildung und einer klaren politischen Priorität für Bildung. Kein Kind und kein Jugendlicher darf an fehlender Unterstützung, fehlenden Plätzen oder mangelnden Perspektiven scheitern."
Miriam Faber, Fraktionsobfrau der Grünen Wels

Wels darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen

Die Zahlen sind ein politischer Weckruf: 71,4 Prozent der Welser Volksschulstandorte liegen in Mathematik, 57,1 Prozent in Deutsch im unteren Drittel der ausgewiesenen Leistungswerte. Das zeigt ein strukturelles Versagen, das nicht länger kleingeredet werden darf. Wer Integration ernst nimmt, muss bei der Bildung ansetzen – früh, konsequent und mit ausreichenden Ressourcen.

„Wir können nicht jahrelang über Integration reden und gleichzeitig zusehen, wie Kinder bereits in der Volksschule den Anschluss verlieren. Verfehlte Bildungspolitik ist verfehlte Integrationspolitik“, sagt die Grüne Fraktionsobfrau Miriam Faber.

Auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit zeigt, dass viele junge Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf nicht ausreichend unterstützt werden. Fehlende Bildungs- und Ausbildungsperspektiven verschärfen soziale Probleme und erschweren gelingende Integration. Deshalb braucht es frühzeitige Förderung, bessere Berufsorientierung und konkrete Angebote, die Jugendlichen den Einstieg in Ausbildung und Arbeit ermöglichen.

Auch jene Volksschulkinder, die für den Besuch eines Gymnasiums qualifiziert sind, brauchen anschließend einen Platz. Dass Bund und Land dafür zuständig sind und Angebote bereitstellen müssen, ist kein Freibrief für die Stadt, sich zurückzuziehen.