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19.10.2026 Allgemein

Schlachthof wäre bester Standort für Jugendzentrum

Angebot für junge Menschen wurde bereits stark ausgebaut

In den letzten Jahren wurde der Alte Schl8hof umfassend reorganisiert und das Angebot insbesondere für ein junges Publikum zügig ausgebaut. Neue Kulturvereine und Veranstaltungsschienen wurden etabliert, bewährte Festivals wie das „SBÄM“ zurückgeholt, die Jugenddisco und das Sommer-Jugendprojekt reaktiviert, der Skateplatz renoviert und vieles mehr. Am Gelände gibt es durch die Musik-Proberäume – ein zehnter ist gerade im Entstehen – ein weiteres Angebot mit dem man vermehrt die junge Kreativszene ansprechen möchte, für Konzerte locken auch spezielle Rabattaktionen. So erlebt das altehrwürdige Haus derzeit einen Höhenflug mit Rekorden bei Auslastungstagen, Umsatz und Besucher:innen-Anzahl.

Jugendzentrum D22 wurde geschlossen, Räumlichkeiten verfielen

Lange Jahre gab es auch ein Jugendzentrum am Gelände. Im Februar 2020 wurde das D22 aber vom damaligen Betreiber, der Diözese, geschlossen. Die Grünen haben im gleichen Monat eine Fortführung durch die Stadt oder einen externen Betreiber beantragt. Leider wurde damals offenkundig kein neuer Betreiber gefunden – ob überhaupt einer gesucht wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls verfielen die Räumlichkeiten – im Frühling 2021 kamen sie auch aus der Zuständigkeit des Schl8hof-Betriebsvereins in die Verantwortung des Magistrats.

„Bei meinem Antritt als zuständiger Referent für den Schl8hof waren die Räumlichkeiten in keinem nutzbaren Zustand mehr, es gibt ein behördliches Betretungsverbot“, so Stadtrat Thomas Rammerstorfer: „Es ärgert mich bis heute, dass der Verfall nicht verhindert wurde.“ Eine Renovierung ist nicht sinnvoll, langfristig ist ein Abriss und Neubau des nördlichen Gebäudes in Planung.

Jugendzentrum bleibt Ziel, aber kein Betreiber in Sicht

„Natürlich gab und gibt es die strategische Zielsetzung auch wieder einen fixen Jugendtreff am Gelände zu etablieren“, sagt der Schl8hof-Referent. Nachdem letztes Jahr im Frühling bekannt wurde, dass die Firma FAB das Gelände verlassen wird, gab es eine Reihe von Gesprächen, ob man deren ehemalige Räumlichkeiten dazu adaptieren könnte. Das hätte erheblicher baulicher Maßnahmen bedurft. Weder von Seiten der Stadt Wels noch von den von uns eingeladenen Trägervereinen gab es Interesse, ein solches Projekt anzugehen. Die Räumlichkeiten werden nun für Musikproberäume – wobei hier dezidiert junge bzw. Jugendliche bei der Vergabe bevorzugt werden – adaptiert bzw. an eine externe Firma vermietet.

Bestehende Projekte nutzen – Streetwork personell aufstocken

Eine Möglichkeit für einen Jugendtreff bestünde in den Räumlichkeiten des Welser Streetworks. Hier gibt es bereits das „Streetwork Cafe“. „Da haben wir eine fachlich hervorragende Betreuung und eine etablierte Anlaufstelle. Zumal kann man die Außenbereiche des Geländes mit Skatepark, Basketball oder Tischtennis nutzen“, so Rammerstorfer. Es bräuchte aber auf jeden Fall eine personelle Aufstockung und auf Perspektive auch weitere Räumlichkeiten. Grundsätzlich gäbe es „sicher keinen besseren Ort für ein innerstädtisches Jugendzentrum als das Schl8hof-Gelände“, so der Grünen-Stadtrat, „es muss halt eine Finanzierung und einen professionellen Betreiber geben.“