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16.01.2026 Allgemein

Rassismus-Grölerei in Gosau ist FPÖ-Skandal

Grüne erwarten volle Aufklärung, zügige Konsequenzen und ein Statement von FPÖ-Landesparteiobmann Haimbuchner

„Im Dezember hat die FPÖ noch laut geschwiegen, jetzt ist der Kern der Sache klar: Laut profil hat die Staatsanwaltschaft Wels drei Personen aus dem Video ausgeforscht. Es soll sich um Mitglieder der Freiheitlichen Jugend handeln. Damit ist aus dem bisherigen Wegducken ein handfester FPÖ-Jugendskandal geworden“, reagiert die Grüne Jugend- und Extremismussprecherin LAbg. Anne-Sophie Bauer auf den aktuellen Medienbericht.

Ende November sollen in einem Lokal in Gosau zur Melodie von Gigi D’Agostinos „L’amour toujours“ rassistische Parolen gegrölt worden sein, wie ein den OÖ.Nachrichten zugespieltes Video zeigt. Die Staatsanwaltschaft Wels ermittelt laut profil wegen Verhetzung, weitere Beschuldigte werden demnach noch ausgeforscht.

„Besonders brisant: Laut Staatsanwaltschaft war das kein isolierter Ausrutscher von irgendwem, sondern es sollen an diesem Abend zahlreiche Gäste im Lokal gewesen sein, die der Freiheitlichen Jugend bzw. der FPÖ zuzurechnen sind. Und währenddessen erklärt die Freiheitliche Jugend, ein Gasthausbesuch sei nicht Teil des Seminarprogramms gewesen. Das klingt nach der neuen Faktenlage nicht mehr nach Ausrede, sondern nach Verharmlosung“, so Bauer.

Bauer fordert nun klare politische und parteiinterne Konsequenzen: „Erstens: zügige Ermittlungen und volle Kooperation – das ist eine Frage des Rechtsstaats. Zweitens: ein unmissverständliches Statement von FPÖ-Landesparteichef Haimbuchner. Drittens: Konsequenzen innerhalb der FPÖ und ihrer Jugendorganisation, inklusive Suspendierungen, solange der Verdacht im Raum steht. Rassismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Und schon gar nicht in einer Partei, die in Oberösterreich regiert.“

„Wir stehen wieder einmal vor der bitteren Erkenntnis, dass Oberösterreich als Bühne für einschlägig-ungustiöse Zusammenkünfte herhalten musste. Das ist nicht Bergwelt-Folklore, das ist Rassismus, der sich in die Gesellschaft frisst, wenn man ihn relativiert oder totschweigt. Genau damit muss Schluss sein“, betont Bauer.