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21.09.2026 Allgemein

Neue Skatehalle: Grüne sehen vertane Chance

Am Freitag, 18. September, wurde die neue Skatehalle neben dem Eislaufplatz eröffnet. Die Grünen begrüßen das zusätzliche Freizeitangebot, sehen aber eine konkrete Chance für die Welser Jugendpolitik ungenutzt.

Rund um die Eislaufhalle gibt es mittlerweile Motorikpark, Pumptrack und Skatehalle – ein ganzheitliches Konzept, das diese Angebote mit offener Jugendarbeit verbindet, fehlt jedoch.

"Die Skatehalle ist eine gute Sache. Aber wir hätten die Chance gehabt, hier Sport und offene Jugendarbeit miteinander zu verbinden. Ich habe deshalb bereits zu Beginn der Planungsphase im zuständigen Ausschuss vorgeschlagen, die Halle zweigeschossig zu bauen und im Obergeschoss Platz für ein Jugendzentrum zu schaffen."
Alessandro Schatzmann, Jugendsprecher der Grünen Wels

Die Idee wurde laut Schatzmann im Ausschuss abgelehnt. „Vize-Bürgermeister Kroiß hat die Idee grundsätzlich abgelehnt, von den anderen Fraktionen kam dazu keine Wortmeldung. Damit wurde eine konkrete Möglichkeit vergeben, die seit Jahren bestehende Lücke bei der offenen Jugendarbeit in der Innenstadt und Lichtenegg zu schließen.

Seit der Schließung des D22 im Schl8hof und des Jugendtreffs am Rosenhaag fehlt es dort an niederschwelligen Angeboten für Jugendliche.

Auch bei der Erreichbarkeit sieht Schatzmann Nachholbedarf. Die Linie 16 fährt unter der Woche nur einmal pro Stunde direkt zur Eislaufhalle, an Sonn- und Feiertagen gibt es keine direkte Verbindung.
Gerade Kinder und Jugendliche haben kein eigenes Auto. Wenn wir Freizeiteinrichtungen für sie bauen, müssen wir auch mitdenken, wie sie dorthin kommen. Es kann nicht sein, dass Jugendliche aus Puchberg, Pernau oder Neustadt für Freizeitangebote erst lange mit Bus und Wartezeiten durch die Stadt fahren müssen.

Für die Grünen zeigt sich daran ein grundsätzliches Problem der Stadtplanung: Freizeitangebote für junge Menschen dürfen nicht auf einzelne Stadtteile konzentriert werden.
Es ist gut, dass sich im Kinder- und Jugendbereich etwas tut. Einzelne Projekte reichen aber nicht. Wir brauchen eine Stadt, die Jugendpolitik ganzheitlich denkt: mit offenen Jugendzentren, guten Freizeitangeboten in allen Stadtteilen und einem Öffi-Netz, das junge Menschen auch tatsächlich dorthin bringt. Junge Menschen müssen von Anfang an Teil der Stadtplanung sein – nicht erst, wenn die Projekte längst beschlossen sind“, so Schatzmann abschließend.