LKW-Maut auf Landesstraßen: Beispiel Burgenland folgen
Schwarz-blaue Weigerung völlig unverständlich – Schwerverkehrsabgabe würde endlich Kostenwahrheit herstellen und Geld für die Sanierung der heimischen Landestraßen bringen
„Das Burgenland machts, Oberösterreich nicht und es wird Zeit das zu ändern. Im Burgenland kommt die überfällige LKW-Maut auf Landesstraßen. Dass der Straßenerhalt viel Geld kostet und die großen Brummer hauptverantwortlich für die Straßenschäden sind, weiß man überall. Aber im Burgenland zieht man jetzt die Konsequenzen und lässt den Schwerverkehr auch dafür zahlen. Schwarz-Blau fehlt diese Konsequenz und lässt die Kolosse weiter gratis über die Landesstraßen donnern. Aber die Schwerverkehrsabgabe muss auch in Oberösterreich kommen. Wir Grüne bleiben bei unserer Forderung, die uns die Koalition bisher abgeschmettert hat“, sieht sich die Grüne Mobilitätssprecherin LAbg. Dagmar Engl durch die Entscheidung im Burgenland bestätigt.
Die Abgabe wäre nur fair. „Ein 40-Tonner verursacht so viel Abnützung wie rund 60.000 PKW. Wer die Infrastruktur am meisten belastet, sollte auch für die Schäden zahlen. Das wäre auch im Sinn der Gemeinden und Steuerzahler:innen. Damit würde endlich Kostenwahrheit hergestellt“, betont Engl und sieht darin auch eine wichtige Einnahmequelle für das Land.
Denn Studien zeigen, dass diese Abgabe österreichweit rund 577 Millionen Euro pro Jahr bringen würde. „Damit ließen sich auch in Oberösterreich die bekannt kaputten Straßen endlich sanieren. Es gibt eine Einnahmequelle, die man zweckgebunden genau dafür einsetzen kann. Auf sie zu verzichten, ist völlig widersinnig“, betont Engl.