Klimafreundlich backen – so gelingt jedes Keksrezept
Die Adventzeit duftet nach Vanille, Schokolade und warmem Gebäck – und das Schönste daran: Viele unserer liebsten Weihnachtskekse lassen sich mit ganz einfachen Tricks klimafreundlicher backen, ganz ohne Geschmackseinbußen. Omas Klassiker funktionieren nämlich auch ohne das Klima zusätzlich zu belasten – und oft sogar noch mürber, saftiger und feiner!
Tipp 1: Statt Kuhmilch: regionale Pflanzenmilch Eine der leichtesten Umstellungen für mehr Klimaschutz:
- BIO Hafermilch aus Österreich (gibts sogar in der Glasflasche im Kühlregal)
- BIO Sojamilch aus Österreich
Beide funktionieren in jedem Rezept 1:1 wie Kuhmilch – ob im Teig oder im Zuckerguss.
Tipp 2: Statt Butter oder konventioneller Margarine: pflanzliche Alternativen Für stabilen, mürben Teig gibt es gleich mehrere klimafreundliche Optionen:
- Pflanzliche Margarine (am besten mit wenigen, klaren Zutaten)
- Ceres Kokosfett – der altbewährte Klassiker aus Omas Küche
- Bio-Kokosfett für besonders zarten Mürbteig
In fast allen Keksrezepten gilt:
👉 250 g Butter = 250 g pflanzliche Margarine oder 250 g Ceres
Tipp 3: Statt Eiern: einfache, natürliche Alternativen
Viele Kekse gelingen komplett ohne Ei – aber wenn ein Rezept nach Ei verlangt, gibt es zwei tolle, völlig natürliche Ersatzmöglichkeiten:
- Leinsamen-Ei – perfekt für Mürbteig & Kekse mit Biss 1,5 Esslöffel gemahlene Leinsamen + 3 Esslöffel Wasser → ca 10 Minuten quellen lassen = ca. 1 Ei / Gibt dem Teig Bindung und leichte Nussigkeit.
- Apfelmus – ideal für weiche, saftige Keksrezepte 3 Esslöffel Apfelmus = ca. 1 Ei / Sorgt für Feuchtigkeit und leichte Süße. Perfekt für Lebkuchen, Cookies & Co.
Warum das Ganze?
# weniger CO₂
# mehr regionale Zutaten
# weniger Tierleid
# und: die Kekse schmecken mindestens so gut wie früher
Mit ein paar kleinen Anpassungen wird jedes Keksrezept gemütlich, klimafreundlich und absolut festtauglich. So backen wir Tradition – nur eben zukunftsfreundlich.
HIER GEHTS ZUR GRATIS E-Broschüre: Weihnachtsbäckerei ohne Ei: https://www.vegan.at/inhalt/e-broschuere-weihnachtsbaeckerei-ohne-ei
REZEPT: Rumkugeln wie von Oma
Zutaten (ca. 20–25 Stück)
- 150 g Zartbitterschokolade (die meisten sins milchfrei)
- 80 g Kokosfett (zb Ceres)
- 80 g Staubzucker (Kokosblütenzucker bringt eine Karamellnote)
- 3–4 EL Rum (je nach Stärke und Geschmack)
- 150 g fein zerbröselte Kekse
→ z. B. vegane Butterkekse oder übriggebliebene Mürbteigkekse - 2–3 EL Kakaopulver (Backkakao)
- Optional: 1 TL Vanillezucker oder etwas Vanilleextrakt
- Zum Wälzen: Schokostreusel, Kokosraspel oder Kakao
Zubereitung
- Schokolade und Kokosfett gemeinsam über einem Wasserbad schmelzen.
- Staubzucker, Kakaopulver und Vanille einrühren.
- Keksbrösel unterheben.
- Rum einrühren, bis die Masse weich, aber formbar ist.
- Wenn die Masse zu fest ist → etwas mehr Rum oder 1–2 TL Pflanzenmilch.
- Wenn zu weich → mehr Keksbrösel.
- Die Mischung 30–60 Minuten kaltstellen, bis sie gut formbar wird.
- Mit den Händen kleine Kugeln formen.
- In Streusel, Kakao oder Kokos wälzen.
- Im Kühlschrank fest werden lassen.
Tipps für perfekten Geschmack
- Mit 1 EL Marillenmarmelade bekommen sie eine noch österreichischere Note.
- Für eine intensivere Schokonote: 1 TL starken Espresso zugeben.
- Für superweiche Kugeln: 1–2 EL fein gemahlene Nüsse unterheben.