Ideen zu einem Schulvorplatz von morgen
Laut Studien sind Kinder neben Senior:innen von extremer Hitze besonders stark betroffen. Ein Blick auf unseren Schulvorplatz — und darauf, was aus ihm werden könnte.
Meine Kinder sagen nicht „mir ist zu heiß“. Sie werden entweder müde oder fahrig.
Im Klassenzimmer eines meiner Kinder hatte es heuer im Juni über 32 Grad. Und das war noch nicht die große Hitzewelle mit 40 Grad Außentemperatur — das war die erste heiße Zeit des Sommers.
Davor liegt ein Vorplatz aus Beton und Asphalt:
kaum Schatten, wenige Halme Grün, nichts, was die Hitze abfängt. Wer im Sommer über den Vorplatz unserer Schulen geht, spürt die Wärme nicht nur von oben, sondern auch von unten.
Für Kinder ist das anstrengender als für uns Erwachsene. Sie sind kleiner, also näher am aufgeheizten Boden, und sie können ihre Körpertemperatur schlechter regulieren. Sie beschweren sich selten — sie werden unkonzentriert und gereizt. Betroffen sind aber nicht nur die Kinder: Auch die Lehrer:innen und Pädagog:innen sind dort jeden Tag unterwegs, oft mehrere Stunden lang.
Persönlich bin ich ja überzeugt:
Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen jeden Tag sind. Am Schulweg. Am Vorplatz. In den Räumen, durch die unsere Kinder täglich gehen.
Deshalb haben wir uns die Frage gestellt, die mir ohnehin nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist: Wie könnte dieser Platz aussehen, wenn wir ihn entsiegeln? Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz haben wir Szenarien entwickelt und sichtbar gemacht — Bäume, die Schatten werfen. Boden, der Regenwasser aufnimmt, statt es in den Kanal zu schicken. Sitzgelegenheiten, an denen man vor dem Läuten gerne stehen bleibt. Das sind keine fertigen Pläne und keine Kostenschätzungen. Es sind Möglichkeitsbilder, die zeigen, was gehen könnte.
Kommunale Klimastrategie wird oft belächelt -
als Orchideen-Wissenschaft, als etwas Ideelles, das den Menschen im Ort wenig bringt. Ist sie aber nicht. Sie bringt ganz konkrete Lebensqualität: kühlere Wege, angenehmere Aufenthaltsorte, weniger belastende Sommertage für die, die sich am wenigsten dagegen wehren können.
Wir haben in Alkoven eine Klimastrategie 2030.
Die Aufgabe ist jetzt, dass wir was Gscheites draus machen. Der Schulvorplatz wäre ein guter Anfang: sichtbar für alle, wirksam für die Jüngsten.