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17.08.2026 Allgemein

Hitze und Dürre: Welser Landwirt:innen soll geholfen werden

Stadt soll verstärkt regional einkaufen

Mindestens 1 Milliarde Euro Schaden hat die Hitze- und Dürrekatastrophe den österreichischen Landwirt:innen gebracht. Darunter sind durchaus auch Menschen aus Wels: Rund 80 landwirtschaftliche Betriebe gibt es in der Stadt, diese nehmen fast 35 % der Stadtfläche ein. Die Hitzewellen der vergangenen Monate trafen Wels besonders, fünf der sechs heißesten Tage der lokalen Messgeschichte waren in diesem Jahr, der Zentralraum ist auch generell niederschlagsärmer als die höheren Regionen des Landes.
Mehr Arbeit, mehr Kosten, weniger Ertrag

Auch wenn sich das Wetter nun gerade normalisiert und es endlich wieder regnet, bleiben enorme Schäden zurück – und natürlich auch Kosten, wie eine Landwirtin aus Wels berichtet:

 

  • Durch das zusätzliche Gießen des Kartoffelackers entstanden finanzielle Aufwendungen für Sprit, Wasser und Arbeitszeit. Die Kartoffeln wurden trotzdem deutlich kleiner.
  • Der Ernteertrag beim Wiesenheu hat sich halbiert.
  • Der Mais war gar nicht mehr zu retten.
  • Der langfristige Schaden durch den vom Wind abgetragenen Humus lässt sich noch nicht abschätzen.
  • Die Früchte der Obstbauern sind vielfach weniger und kleiner, der Herstellungsaufwand war dafür größer und teurer.

Mehr Arbeit, mehr Kosten, weniger Ertrag, das ist das, was ich von den Bäuerinnen und Bauern höre“, so Umwelt- und Klimastadtrat Thomas Rammerstorfer. Er möchte nun, dass auch die Stadt hilft: „Natürlich hoffen wir darauf, dass sich der Bund auf ein Hilfspaket einigt. Doch auch wir können etwas tun, indem die Stadt Wels ihren Bedarf vorrangig in der Region deckt.“ Obst, Gemüse, Fleisch oder Eier für die Bedürfnisse der städtischen Küchen sollen regional eingekauft werden: „Das hilft der Landwirtschaft UND schont durch die kurzen Transportwege auch das Klima. Zumal blieben Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region, so dass sich eventuelle Mehrkosten ausgleichen.