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10.08.2026 Allgemein

Heiß wie noch nie - die Situation in Wels in Zahlen

Wels Luftbild
"Die derzeitige Hitze- und Dürrewelle ist eine enorme Belastung für Mensch und Umwelt und die Situation ist kein Ausreißer, sondern ein Vorbote der neuen Normalität."
Thomas Rammerstorfer, Umwelt- und Klimastadtrat

Die Messstation Wels-Schleißheim zeigt eindrucksvoll den Temperaturanstieg:

  • Von 1991 bis 2020 wurden dort bis 8. 8. im Schnitt 12 Hitzetage mit mindestens 30° C gemessen, heuer waren es im gleichen Zeitraum bereits 34.
  • Die Wüstentage mit mindestens 35° C sind von einem auf acht angestiegen.
  • Die Anzahl der Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20° C sank, von 0 auf 5
  • Von den 6 heißesten Tagen, die in Wels je gemessen wurden, lagen 5 im heurigen Sommer
  • In den letzten 15 Jahren war es in 13 heißer als im historischen Schnitt

 

Quelle: https://klimadashboard.at

Untermauert wird die derzeitige Lage auch durch die aktuellen Zahlen des Hydrographischen Dienstes:

  • Der Pegelstand der Traun liegt bereits seit Mitte Juni unter zwei Metern, Anfang August lag er teilweise sogar bei unter einem Meter. Am 9. August des schon recht trockenen Vorjahres betrug der Tagesmittelwert 149 cm, derzeit sind es 122 cm. Die niedrigen Pegelstände sind nicht nur für die Natur, sondern auch für die Stromproduktion ein großes Problem.
  • Die Wassertemperatur beträgt nachmittags über 22° C, im Tagesmittel etwa 20° C. Damit ist die Traun um 2 Grad wärmer als im Vorjahr.
  • Der Grundwasserpegel ist von 316 Metern ü. A. (= über der Adria) im August 2025 auf 315,40 – also um 60 cm – gesunken.

 

Quelle: https://hydro.ooe.gv.at

Rammerstorfer fordert ein entschiedeneres Vorgehen seitens der Politik in Sachen Klimawandelanpassung: “Wir haben letztes Jahr eine Strategie mit Handlungsempfehlungen für die unterschiedlichen Referate beschlossen. Die Situation ist für alle Referent:innen eine Herausforderung, wir müssen den Kampf gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen als gemeinsame Aufgabe begreifen.

Konkret müsse man den Schutz vor der Hitze und ihren gesundheitlichen Nebenwirkungen von Kreislaufproblemen bis stark steigenden Hautkrebsarten ins Visier nehmen: Beschattung und Kühlung von öffentlichen Plätzen und insbesondere der Schutz der Bewohner*innen von Pflegeheimen müssen hier das Gebot der Stunde sein.