Grüne wollen Radverleih für Wels
Wir erziehen die Jugend derzeit zum E-Scooter fahren.
Bei der Gemeinderatssitzung von 26. September 2022 hat der Welser Gemeinderat einstimmig eine Radverkehrsoffensive beschlossen, mit dem Ziel den Radverkehrsanteil bis 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. „Das ist schön, dazu braucht es aber auch konkrete Umsetzungsschritte“, so Grünen-Verkehrssprecherin Miriam Faber. Ein solcher könnte die Errichtung einer Verleihstruktur für Fahrräder, wie mittlerweile in den meisten größeren Städten üblich, sein.
Touristischer Nutzen
Zum einen würde eine Verleihstruktur ein weiterer Beitrag zur Positionierung als “Rad-Modellregion” sein. Ein möglicher Standort könnte die Bahnhaltestelle Wels-Messe sein. Sie liegt direkt am Volksgarten und am Traunradweg, einem der meist befahrenen Radwege Österreichs.
“Auch zum Erreichen der verschiedenen Orte der Landesgartenschau oder der Römerbrücke würde sich ein Radverleih nahezu aufdrängen“, so Gemeinderätin Faber. Mitdenken könnte man auch eine kombinierte Nutzung von Bahn und Rad, wie von der ÖBB in einigen Regionen bereits angeboten.
Fahrräder sind deutlich sicherer als E-Scooter
“Derzeit werden in Wels quasi an jeder Ecke E-Scooter angeboten, das sehen wir kritisch“, sagt Faber. Denn im Vergleich zum Fahrrad sei ein Scooter deutlich weniger sicher. Die kleinen Reifen können Stürze schon bei geringen Unebenheiten oder Fahrfehlern ermöglichen. Mittlerweile bescheinigen zahlreiche Statistiken ein deutlich höheres Unfallrisiko. Diese bewirken besonders oft schwere Verletzungen, insbesondere am Kopf. Beim selbstständigen Rad fahren habe man zudem Bewegung.
Einen entsprechenden Antrag wird die Grüne Fraktion bei der Gemeinderatsitzung am 21. September einbringen.