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19.10.2026 Allgemein

Grüne befürchten drastische Kürzung bei Arbeitsmarktberatung

Seit einigen Jahren steigen die Arbeitslosenzahlen in Wels langsam, aber kontinuierlich an. Besonders betroffen sind ältere Arbeitnehmer:innen, aber auch die Jugendarbeitslosigkeit ist in Wels sehr hoch. Viele Betroffene haben maximal einen Pflichtschulabschluss haben, ihr Anteil beträgt 55 Prozent. Bei Personen mit Migrationshintergrund kommen spezielle Herausforderungen hinzu: Fehlende berufliche Netzwerke, mangelhafte Sprachkenntnisse und nicht-anerkannte Ausbildungen sind Hindernisse bei der Jobsuche.

Zur Beratung der oft sehr spezifischen Problemstellungen von Migrant:innen stand bislang der Verein Migrare zur Verfügung. Hier werden auch Gespräche in Fremdsprachen angeboten, mit dem Ziel, die Menschen möglichst gut in den Arbeitsmarkt zu integrieren. “Leider ist Migrare ganz akut von Kürzungen betroffen“, so Grünen-Gemeinderat Markus Faber, “sollte das Land Oberösterreich die für das Jahr 2027 erforderlichen Budgetmittel nicht bereitstellen müsste das Beratungsangebot in Wels gekürzt und vielleicht vollständig eingestellt werden“.

Die Grünen beantragen nun im Gemeinderat eine Resolution an die Fördergeber Land Oberösterreich und das Sozialministerium zu stellen. Die beiden Stellen werden aufgefordert, Kürzungen zurück- und keine weiteren vorzunehmen. “Sparmaßnahmen bei der Arbeitsmarkt- und Integrationspolitik sind ausgesprochen kurzsichtig“, so Faber, “wir müssen den Menschen ein Leben in Würde und Selbstständigkeit ermöglichen und dürfen sie nicht zu Sozialhilfeempfängern machen. Gerade hier in Wels, wo in den letzten Jahren die Zahl an Menschen mit Migrationshintergrund besonders gestiegen ist, ist die Arbeit von Migrare so wichtig.” Durch die Qualifikation von Menschen, etwa in Mangelberufen wie dem Pflegebereich, sei allen geholfen.

Miriam Faber

Sprecherin der Grünen Wels, Fraktionsvorsitzende, Gemeinderätin

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