Gewaltambulanz am KUK wichtige Neuerung
Langer Druck von Frauenorganisationen und Grünen – schlimmer Vorfall hat schwarz-blaue Blockade gelöst – konsequent auch Einrichtungen und Projekte unterstützen, die Gewalt gegen Frauen verhindern
„Eine eigene Gewaltambulanz war überfällig. Dass es sie am KUK nun gibt, ist ein Erfolg, ein weiteres wichtiges Instrument im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen. Sie ist eine Neuerung, die aber auch hart errungen war. Denn von Frauenorganisationen vehement eingefordert und von uns Grünen auf die politische Agenda gebracht, war diese Ambulanz noch von Schwarz-Blau abgelehnt worden. Erst ein schlimmer Vorfall hat diese Sichtweise geändert und den Weg freigemacht für diese so wichtige Einrichtung. Die Ausbaupläne zu einem Zentrum für klinisch-forensische Versorgung sind erfreulich. Wir Grüne werden genau darauf achten, dass es nicht nur bei Ankündigungen bleibt“, sieht sich die Grüne Frauensprecherin LAbg. LAbg. Dagmar Engl in ihren Forderungen bestätigt.
Gewaltambulanzen sind für die Betroffenen die erste, niederschwellige und anonyme Anlaufstelle. Sie können sich unabhängig von einer polizeilichen Anzeige untersuchen lassen, Verletzungen werden dokumentiert und Spuren gesichert. Neben der unmittelbaren Versorgung leisten Gewaltambulanzen einen wichtigen Beitrag zur Strafverfolgung.
Engl: „Die Einrichtung hilft Frauen, die Gewaltopfer wurden. Sie sorgt auch für Unterstützung bei Ermittlungen. Mit gleicher Konsequenz müssen vor allem auch Einrichtungen und Projekte unterstützt werden, die Gewalt gegen Frauen verhindern. Es kann nicht sein, dass solche Projekte um die Finanzierung bangen müssen, wir etwa das Projekt STOP – Stadtteile ohne Partnergewalt, für das die Bundesgelder immer noch nicht bestätigt sind und was wir vehement einfordern. Der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen kennt etliche Mittel, alle müssen genutzt, gestärkt und gesichert werden“, betont Engl.