LR Dörfel: knallharte Förderkürzunge nbei Integration
Krasser Widerspruch - einerseits ein leicht durchschaubares Polit-Manöver, anderseits knallharte Förderkürzungen bei der Integrationsarbeit – klare Grüne Ablehnung
„Mit der einen Hand diese sogenannte Hausordnung zu schreiben und mit der anderen den Integrationsvereinen die Förderungen zu kürzen, geht sich nicht aus. Einerseits darin die deutsche Sprache einzufordern und andererseits die Kurse wegzustreichen, ist komplett widersinnig. Dass wir heute LR Dörfels Hausordnung abgelehnt haben, ist daher nur konsequent. Tatsächlich ist diese Hausordnung nicht mehr als ein Symbolpapier. Ein leicht durchschaubares Manöver aus der schwarzen PR-Abteilung und ein ausgestreckter koalitionärer Zeigefinger auf alle zugewanderten Menschen im Land. Diese Hausordnung ist vieles, aber sicher kein wohlgemeinter und ehrlicher Hebel für die Integration“, untermauert die Grüne Integrationssprecher LAbg. Ines Vukajlović einmal mehr ihre Kritik an der OÖ. Hausordnung.
Diese Hausordnung ist ein polit-strategischer Schachzug, nicht mehr und nicht weniger. Viele der Werte in der Hausordnung sind unbestritten und decken sich mit dem Grundkonsens in unserer Gesellschaft und Verfassung. „Dass man sich respektvoll verhalten soll, ist selbstverständlich. Es ist bereits im Integrationsgesetz, in x Broschüren nachzulesen und wird in Deutsch-, Orientierungs- und Wertekursen vermittelt. Dass diese Hausordnung eh für alle in OÖ gelten soll, ist die Beruhigungspille für alle Kritiker:innen. Natürlich geht’s nicht um Brauchtumsvereine, sondern um zugewanderte Menschen. Gutes Zusammenleben erreicht man aber nicht durch Marketing, sondern durch konkrete Arbeit und respektvollen Umgang miteinander“, betont Vukajlović.
Vukajlović: „Dass genau dort massiv reingeschnitten wird, wo konkrete Integrationsarbeit passiert, macht diesen Marketingsschmäh so besonders zynisch. Große und kleine Organisationen, Beratungsstellen, Deutschkursträger bekommen bis zu 40 Prozent weniger Geld. Forderungen aufstellen aber Förderungen streichen, geht einfach nicht. Diejenigen, die die Brücken in der Gesellschaft bauen, zahlen die Rechnung für diese PR-Hausordnung. Das ist das eigentlich Unsägliche an diesem Schauspiel“.