Die Langzeitarbeitslosen-Zahlen gehen durch die Decke
Grünen Antrag zum Erhalt bewährter Arbeitsmarktprojekte abgelehnt
„Der Jobmarkt kracht weiterhin, die Zahlen bei den Langzeitarbeitslosen gehen jeden Monat durch die Decke und nicht nur Frauen finden immer schwerer einen Job. Und die verantwortliche Politik dreht sich weg, als wäre nichts. Unser Antrag, wichtige arbeitsmarktpolitische Maßnahmen gerade jetzt abzusichern, würde kurzerhand verräumt. Kein scharfes Auftreten gegenüber dem Bund bei gekürzten Mitteln, kein Abfedern gravierender Einschnitte. Laut posaunt Schwarz-Blau immer in die Welt, für die Oberösterreicher:innen da zu sein, Wenns drauf ankommt, lässt man die Leute im Stich, besonders jene, die es ohnehin schwer haben. Verwerflich“, reagiert die Grüne Arbeitsmarktsprecherin LAbg. Brigitte Huber-Reiter auf die Ablehnung des Grünen Antrags im heutigen Ausschuss.
Die Koalition prahlt mit Millionen und einem Rekordbudget. Der präsentierte Pakt für Arbeit und Qualifizierung “upperWORK 2026“ soll unter anderem arbeitssuchende Frauen und langzeitarbeitlose Menschen unterstützen; gleichzeitig werden 13,5 Mio. Euro gekürzt. „Das funktioniert nicht. Bei den Betroffenen kommts nicht an. Die suchen weiter verzweifelt einen Job. Und sie warten weiter auf die Hilfe der verantwortlichen Politik, die aber nicht kommt“, betont Huber-Reiter.
„Schwerpunkte setzen ist leicht, man muss sie auch finanzieren. Genau das Gegenteil passiert gerade, man lässt zu, dass zentrale Angebote wegbrechen“, betont die Grüne Sozialsprecherin LAbg. Ines Vukajlovic und meint damit die massiven Kürzungen von 14 Sozialorganisationen bei den AMS-Fördermitteln. Betroffen sind unter anderem Beschäftigungsprojekte, Beratungsangebote und Frauenberufszentren. „Frauen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Menschen mit Migrationshintergrund und Personen, die schon lange ohne Arbeit sind, brauchen mehr und nicht weniger persönliche Begleitung. Wenn Beratungsstunden reduziert, Beschäftigungsprojekte eingeschränkt und Fachkräfte abgebaut werden, hat das konkrete Auswirkungen auf die Unterstützung dieser Menschen und auf den Arbeitsmarkt. Aber Schwarz-Blau kümmert das offenbar nicht. Bei der nächsten Arbeitsmarktstatistik wird die Koalition wohl wieder von einer eh stabilen Situation sprechen“, betont Vukajlović.